Kirchheim. Im Lager des VfL Kirchheim ist man sich einig. „Es war bisher eine gute Saison, die Erwartungen wurden erfüllt, der Prozess mit mittelfristigem Ziel Landesliga läuft gut“, meint Co-Trainer Detlef Pflüger, der allerdings eingesteht: „Hätten wir die unnötig verschenkten Punkte auf dem Konto, wären wir sogar Tabellenführer.“ In diesem Jahr jedenfalls kann sich die VfL-Bilanz sehen lassen. Sechs Siegen und zwei Unentschieden steht nur die Niederlage beim schärfsten Relegations-Widersacher TSV Köngen gegenüber. „Diese Scharte gilt es auszuwetzen, am besten mit allen 18 noch möglichen Punkten“, so Pflüger. Auf diesem Weg soll der starken A-Jugend eine noch bessere Basis geboten werden.
Nicht so rosig sieht es da beim sonntäglichen Gegner FV Neuhausen aus. Die Fildertruppe errang 2011 nur neun Punkte aus neun Begegnungen und steht auf Platz elf in der abstiegsbedrohten Zone. Vom siebten bis zum fünfzehnten Rang sind alle Teams noch abstiegsbedroht. „Gegen den VfL II wird es äußerst schwierig zu punkten, doch wir haben bewiesen, dass wir auch kämpferisch, aggressiv und körperbetont agieren können“, so FVN-Coach Robert Stadtmüller, der weiß, dass gegen den mit Ausnahmespielern gespickten VfL eine taktische Topleistung nötig sein wird. Felix Böse wird nach seinem Zehenbruch für die fünf weiteren und wichtigeren Spiele noch geschont.
Das große Derby steigt übermorgen an der Jesinger Allee zwischen dem AC Catania und der SGEH. Die gastgebenden Italiener wollen ihre jüngste 1:2-Pleite bei Schlusslicht Harthausen wiedergutmachen. Zudem liegt die Revision gegen das Sportgerichtsurteil aus dem Spiel gegen Neuhausen noch in der Schwebe, vorerst bleibt es für die Kirchheimer bei 25 Punkten – einer mehr als die SGEH. „Wir müssen wieder zu unserer alten Philosophie zurückkehren und einfach über den Spaß am Fußball wieder zum Erfolg kommen“, so ACC-Abteilungsleiter Pasquale Martinelli. Spielertrainer Cesare d‘Agostino muss auf Francesco Imbrogno verzichten, während Francesco di Martile wieder fit ist.
Nach den vielen Unentschieden ist die SGEH weiter unter Zugzwang. „Für den Verlierer wird‘s schlecht aussehen“, ahnt Trainer Pedro Pereira, der betont: „Jetzt kommen die Spiele der Wahrheit für uns, wir müssen punkten. Verzichten muss er auf Stammkeeper Martin Habram (Kenneth Holder wird ihn ersetzen) sowie den Rot-gesperrten Florian Laderer.
Tabellenführer SC Geislingen dürfte nach dem 6:1 im Nachholspiel über den FV 09 Nürtingen und der damit wiedergewonnenen Stärke im heimischen Eybacher Tal kaum Probleme mit dem TSV Harthausen kriegen, auch wenn die Filderelf zuletzt gegen den AC Catania ihren zweiten Saisonsieg feierte.
Gut möglich, dass der FC Heiningen bei seinem Spiel in Köngen dem VfL-Schützenhilfe leistet, hat der Göppinger Aufsteiger doch auch der Haußmann-Truppe beim 1:1 an der Jesinger Allee zwei Punkte abgenommen. Würde der FCH dies in der Fuchsgrube schaffen und der VfL II gewänne auf den Fildern, wären die Kirchheimer wieder Zweiter.
Der VfB Oberesslingen/Zell will seinen Aufwärtstrend im Abstiegskampf mit einem Heimsieg gegen den FTSV Kuchen untermauern und Boden gutmachen, gleiches hat sich der TSV Neckartailfingen im heimischen Aileswasen gegen den VfB Reichenbach vorgenommen.kls
