Radsport
MTB Teck bei Cross-DM vertreten

Pia Pflüger und Patricia Hafer starten am Wochenende im Rahmen der Saisonvorbereitung in Benhseim.

Patricia Hafer ist am Wochenende gefordert. Foto: Armin Küstenbrück
Patricia Hafer ist am Wochenende gefordert. Foto: Armin Küstenbrück

Wenn am Wochenende im südhessischen Bensheim die deutschen Meister im Cyclo Cross ermittelt werden, ist auch der MTB Teck mit zwei Fahrerinnen vertreten. Pia Pflüger (19) und Patricia Hafer (18) duellieren sich in der U23-Klasse. Während Pflüger im schwarz-weißen Trikot ihres Heimatvereins unterwegs ist, trägt Hafer das Trikot ihres Sponsors, dem Stevens Team aus Hamburg.

Für beide Offroad-Spezialistinnen ist die Cross-Meisterschaft nur ein Baustein auf dem Weg zur Vorbereitung auf die kommende Mountainbikesaison. Hafer hat dabei schon ein paar Rennen in den Beinen, sie startete bei den Bundesliga-Rennen im Münchner Olympiapark, in Stuttgart-Vaihingen und Magstadt: „Hinter mir liegen ein paar gute Trainingswochen, ich fühle mich richtig fit“, sagt die Abiturientin aus Nürtingen, die sich vor ihrem Studieneintritt ein Jahr Pause gönnt und derzeit in einem Fitnessstudio jobbt. In ihrem ersten U23-Jahr will sie die Messlatte noch nicht allzu hoch aufhängen: „Ein Platz unter den besten Zehn wäre okay.“

Comeback nach Viruserkrankung

Für Pia Pflüger hingegen ist es der „Wiedereinstieg in den Leistungssport nach einem sehr schwierigen Jahr“, wie sie selbst sagt. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag im Juli hatte sie erfahren, dass sie am Eppstein-Barr-Virus erkrankt war, der das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst. Zwar war es die lang ersehnte Erklärung, warum sie in der Vergangenheit ständig müde war und trotz ausreichend Schlaf keine Leistung bringen konnte. Doch danach war ihre Saison 2025, die ohnehin nicht gut lief, endgültig vorbei: „Drei Monate durfte ich nichts machen“, berichtet sie über die Empfehlung der Ärzte. Als sie dann im Herbst langsam das Training wieder aufnahm, fiel es ihr „richtig schwer, wieder reinzukommen.“ Und hinter all dem die bange Frage: „Komme ich wieder auf das Niveau von 2024?“ Schließlich fühlte sich das Training so an, „als hätte ich nie Leistungssport betrieben.“ Aber Eltern und Trainer gaben ihr Mut und Zuversicht. „Jetzt bin ich stolz, nicht aufgegeben zu haben“, berichtet sie aus Mallorca, wo sie über die Ferien zu einem kleinen privaten Trainingslager mit Vater und Schwester gereist war.

Am heutigen Freitag wird sie  am Flughafen Stuttgart zurückerwartet, um direkt von dort aus weiter nach Bensheim zu fahren. „Da ist es wohl gut, dass es hier aktuell auch mit nur sieben Grad sehr kühl und nass ist.“ Dass Bensheim ihr erstes Cross-Rennen seit vielen Jahren ist, beunruhigt Pflüger nicht: „Mir geht es darum, wieder Rennen zu fahren und mich wieder an die Belastungen zu gewöhnen.“