Weilheim redet noch immer vom Klassenerhalt
Nach vier Punkten Route neu berechnen

Der TSV Weilheim steht auf dem zweiten Tabellenplatz in der Fußball-Landesliga, doch unter der Limburg wird immer noch vom möglichen Abstieg geredet. Am Sonntag beim TV Echterdingen (15 Uhr) sind die Limburgstädter in der Favoritenrolle. Ziel ist, so schnell wie möglich die magische Zahl von 40 Punkten zu erreichen.

Kirchheim. Die vergangene Saison ist Günther Friess noch in schlechter Erinnerung. Mit 36 Punkten mussten die Limburgstädter in die Relegation, wo nur mit Glück der drohende Abstieg gegen Calcio Echterdingen (3:2) gerade noch verhindert werden konnte. Deshalb will der sportliche Leiter des TSV Weilheim am ausgegebenen Saisonziel Klassenerhalt bisher noch festhalten. „Solange wir noch keine 40 Punkte erreicht haben, können wir über keine anderen Saisonziele reden,“ meint der 57-Jährige.

Weit entfernt davon sind die Weilheimer nicht mehr. 34 Zähler hat der TSV derzeit auf dem Konto. Ernsthaft Grund zur Sorge gibt es ohnehin nicht. Wie die Weilheimer in dieser Saison auftreten, zeigt, dass die Mannschaft inzwischen reif genug ist, um dauerhaft im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. Das jüngste Spiel gegen den VfR Aalen II, eine Mannschaft, die zu den Aufstiegsaspiranten zählt, haben die Limburgstädter völlig verdient gewonnen. Dabei überzeugte die Mannschaft auch spielerisch.

Deshalb kam das erneut spielfreie Wochenende den Verantwortlichen zuletzt recht ungelegen. „Wir hätten nach der langen Winterpause gerne weitergespielt, um im Rhythmus zu bleiben“, sagt Friess. Am vergangenen Sonntag war stattdessen ein Testspiel bei den SF Dettingen angesetzt, das vom A-Ligisten aber kurzfristig abgesagt wurde. „Wir haben danach weiter versucht, einen Testspielgegner zu finden, was in der Kürze der Zeit aber nicht mehr möglich war“, ärgert sich Friess über die Dettinger Absage. Einen fußballfreien Sonntag gab es für die Weilheimer trotzdem nicht. Hübbe setzte stattdessen eine Trainingseinheit an. Für das anstehende Spiel beim TV Echterdingen kann er aus dem Vollen schöpfen. Obwohl alle Spieler zur Verfügung stehen, ist damit zu rechnen, dass der TSVW-Coach seine zuletzt erfolgrei­che Mannschaft nicht ändern wird.

Davon kann Echterdingens neuer Trainer Aleksandar Kalic derzeit nur träumen. Seit seinem Amtsantritt muss der ehemalige A-Junioren-Trainer des VfL Kirchheim auf wichtige Leistungsträger verzichten. Auch gegen den TSV Weilheim werden neben den Rot-gesperrten Dominik Mayer und Nils Schaller drei oder vier weitere Spieler verletzt fehlen. Dennoch hat sich Kalics Mannschaft zuletzt gegen zwei starke Gegner achtbar geschlagen. Gegen die SF Dorfmerkingen gab es eine knappe 1:2-Heimniederlage, am vergangenen Sonntag konnten trotz ansprechender Leistung bei der 2:4-Niederlage beim VfR Aalen II erneut keine Punkte geholt werden.

„Als ich die Aufgabe beim TV Echterdingen übernommen habe, war mir schon klar, dass auf mich und meine Mannschaft ein ganz schweres Auftaktprogramm wartet“, sagt Kalic. Dazu zählt der Echterdinger Coach auch die Partie gegen den TSV Weilheim: „Wir sind in der Außenseiterrolle, wollen aber versuchen, den Weilheimern das Leben so schwer wie möglich zu machen.“ Dass seine Mannschaft stark genug ist, die Klasse zu halten, davon ist Kalic felsenfest überzeugt.me