Kirchheim. Würde es ein Spiel des Jahres geben, so wäre die Partie am vierten Spieltag der Hinrunde in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte ein heißer Anwärter auf diese Auszeichnung – 119:115 nach Verlängerung stand auf der Anzeigetafel. Der glückliche Sieger waren die Knights, deren Trainer Frenkie Ignjatovic sich zwar über den Sieg, jedoch nicht über die Leistung seiner Hintermannschaft freuen konnte.
Nun treffen beide Mannschaften am morgigen Samstag wieder aufeinander. Für Ignjatovic waren die Aufeinandertreffen mit Paderborn in den vergangenen Jahren eher unangenehm. „Die liegen uns einfach nicht. In den letzten Jahren haben wir regelmäßig schlecht gegen sie ausgesehen. Ich hoffe, dass ist dieses Jahr anders“, so der Trainer, der seine Mannschaft auf die Partie eingeschworen hat. „Das ist ein extrem wichtiges Spiel. Wir müssen Paderborn schlagen, um weiter Anschluss an das Mittelfeld zu halten und nicht wieder abzurutschen. Gerade nach dem Sieg gegen Chemnitz ist es wichtig, ein weiteres Erfolgserlebnis nachzulegen.“
Ein besonderes Wiedersehen gibt es für Neuzugang Justin Stommes. Der Amerikaner spielte in der vergangene Saison erfolgreich für die Paderborner. „Ich freue mich total auf das Spiel. Ich habe noch viel Kontakt mit einigen Leuten und freue mich darauf, sie wiederzusehen. Während des Spiels interessiert mich das aber nicht. Da geht es nur um den Sieg und die Punkte.“
Punkte, die auch Paderborns Trainer Glasauer dringend benötigt. Aus den letzten sechs Spielen sprang nur ein Sieg gegen Tabellennachbar Gotha heraus. Dennoch konnte man in diesen Spielen zeigen, dass man sich vor niemand verstecken muss. Selbst gegen die Favoriten aus Göttingen und Karlsruhe verlor man nur knapp.
Auch personell hat Glasauer mit dem einen oder anderen Problem zu kämpfen. Aufbauspieler Guy Aud, der den Kirchheimern im ersten Spiel zusetzte, droht aufgrund einer Erkältung auszufallen. Mit 6,3 Assists pro Spiel ist er der unumstrittene Lenker und Denker im Spiel der Ostwestfalen. Topscorer ist Jason Adams mit 15,3 Punkten pro Partie. Unterstützt wird er vom Duo Fleischmann (13,6) und Jost (13,8), die beide zu den stärksten Deutschen der Liga gehören. „Paderborn ist sehr schwer auszurechnen. Mit ihrer unkonventionellen Spielweise können sie jeden Gegner bezwingen“ weiß Ignjatovic.
Nicht gerade hilfreich war daher die Erkrankung von Tim Burnette, der mit einer Erkältung unter der Woche gar nicht oder nur eingeschränkt trainieren konnte. Sein Einsatz ist noch ungewiss. Der Rest des Teams ist fit und brennt auf eine Verbesserung der Tabellensituation. „Den Sieg gegen Chemnitz müssen wir jetzt bestätigen.“ sagt Kapitän Radi Tomasevic. Auf ihn und seine Guardkollegen Cedric Brooks und Chris Alexander wird es besonders ankommen, denn auch Paderborn spielt zumeist mit einer eher kleineren Aufstellung. Ob jedoch ein ähnliches Ergebnis wie im Hinspiel zustande kommt, darf bezweifelt werden. Spielbeginn ist am Samstag um 19.30 Uhr im Paderborner Sportzentrum Maspernplatz.cs
