Inline: Ann-Kathrin Stolz holt deutschen Meistertitel vor Julia Grüning
Neidlinger feiern Doppelerfolg

Deutschlands beste Inline-Riesenslalomfahrer in dieser Saison kommen aus Neidlingen. Ann-Kathrin Stolz und Julia Grüning sorgten bei den deutschen Meis­terschaften in Bad Hersfeld für einen Doppelerfolg.

Bad Hersfeld. Es war ein Überraschungserfolg für Ann-Kathrin Stolz, die sich mit Tagesbestzeit den ersten von drei möglichen deutschen Meis­tertiteln in dieser Saison sicherte, vor ihrer Vereinskollegin Julia Grüning. Mit Kai Mehlstäubl hatte der TV Neidlingen in Bad Hersfeld gleich drei Eisen im Feuer. Er fuhr bei den Herren auf den fünften Platz.

Auf der anspruchsvollen Strecke mit bis zu elf Prozent Gefälle und einer Neunzig-Grad-Kurve waren beide Läufe mit 40 Toren sehr direkt gesteckt und sorgten für hohes Tempo in allen Klassen. Als Erste aus dem Favoritinnenkreis ging Julia Grüning ins Rennen. Mit einem fast fehlerfreien Lauf kam sie mit der zwischenzeitlichen Bestzeit ins Ziel. Direkt dahinter startete Ann-Kathrin Stolz, die diese Disziplin weder im Sommer noch im Winter trainiert hatte. Der 19-jährigen Neidlingerin gelang im ersten Durchgang ein absoluter Traumlauf, an dessen Ende eine klare Bestzeit stand. Lediglich Susanne Weber (FC Chammünster) hielt mit der amtierenden Weltmeisterin mit und kam bis auf zwei Zehntelsekunden an die bestehende Bestzeit heran. Julia Grüning lag nach dem ersten Durchgang auf Platz vier.

Der zweite Durchgang versprach also, spannend zu werden. Julia Grüning war es diesmal, die eine neue Bestzeit vorlegte, die bis zum Schluss auch hielt. Damit hatte sie den Vizetitel sicher. Ann-Kathrin Stolz als letzte Starterin verfehlte zwar die Laufbestzeit ihrer Vereinskollegin um eine Zehntelsekunde, jedoch reichten der große Vorsprung aus dem ersten Durchgang und ein erneut fehlerfreier Lauf aus, um den deutschen Meistertitel zu sichern.

Bei den Herren sorgte Kai Mehlstäubl für Begeisterung im Neidlinger Lager: In der abermals hart umkämpften Herrenklasse gelang auch ihm ein beherzter Lauf, der signalisierte: Ich bin wieder vollständig gesund und in Topform. Mit nur wenigen Zehntelsekunden Rückstand lag er zwischenzeitlich auf Rang vier mit guten Aussichten auf einen Podestplatz. Führender nach dem ers­ten Durchgang war Moritz Nörl vom DJK-SV Adlkofen. Auch Mehlstäubl gelang ein fehlerfreier zweiter Lauf, doch er wurde zum Leidtragenden eines Wimpernschlagfinales bei den Herren: Vier Hundertstel fehlten zum Podest. Am Ende belegte er Platz fünf.

An diesem Wochenende geht es für die Läufer bereits weiter. Dann finden die deutschen Meisterschaften im Parallelslalom statt.as