Lokalsport
Neuschnee als Spielverderber

Die einen konnten nicht, die anderen durften nicht. Während der TSV Weilheim in der einzigen Landesligapartie an diesem Wochenende nicht über ein 0:0 gegen den SC Geislingen hinaus kam, waren Spieler anderer Teams sozusagen die Füße gebunden – der erste Schnee ließ in den lokalen Kreisligen kein einziges Spiel zu.

Weilheim. Wirklich zufrieden gestellt hat das 0:0 gegen die Elf aus dem Eybacher Tal in Weilheim niemanden: Nur fünf Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter weck(t)en Begehrlichkeiten. Die Tabelle lügt nicht. Mit einer Serie ist man in der Landesliga-Staffel zwei schnell oben, aber auch wieder schnell unten, wenn es mal nicht so gut läuft.

Dementsprechend halten sie in Weilheim den Ball flach. „Wir sehen einen spielerischen Fortschritt, das ist das Wichtigste. Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte erreichen und dann sehen wir, was nach vorne noch möglich ist“, sagt Spielleiter Günther Friess. In sechs Partien eroberten die Weilheimer 14 Zähler – das spricht für Heimstärke. „Solche Spiele hätten wir die letzten Jahre wohl noch verloren“, konstatiert Friess. Dass die Null stand, war auch der guten Leistung von Neuzugang Hannes Ihring im Weilheimer Kasten geschuldet. Ihring steht seit dem sechsten Spieltag für den inzwischen auch noch verletzten Bastian Treiber zwischen den Pfosten. Als nächstes steht für die Weilheimer die Partie in Deizisau an – die nächste Bewährungsprobe.

Dem AC Catania Kirchheim gelang mit dem 2:1-Heimerfolg gegen Neuhausen nach sechs Pleiten in Folge der lang ersehnte Befreiungsschlag. Torjäger Daniele Attorre hat seine Torflaute überwunden und erzielte das Siegtor. Sein Cousin Diego hatte zuvor das 0:1 per Elfmeter egalisiert. Damit entschieden die Catanesi auch das Familienduell für sich, da Danieles Bruder Cosimo die Kickstiefel für Neuhausen schnürt. „Uns ist heute ein Stein vom Herzen gefallen, Hut ab wie die Mannschaft aufgetreten ist. Am Ende war es in Überzahl nochmals richtig eng und hitzig, weil unser 2:1 abseitsverdächtig war, aber das Glück ist zurück gekehrt“, war AC-Abteilungsleiter Pasquale Martinelli nach der Partie erleichtert. Kein Nachholspiel wie die meisten anderen Teams und drei Punkte mehr auf der Habenseite, belohnt mit dem Sprung auf Rang 13. Trotz „Arschkälte“ (Martinelli) ein Tag, wie er für den AC nicht hätte besser laufen können.

„Ich musste am Sonntag 20 Zentimeter Neuschnee vor dem Haus wegschippen, im Stadion sah es ähnlich aus“, sagte SGEH-Pressewart Benjamin Möll. Wie auf der Schwäbischen Alb stellte sich auch auf den meisten anderen Sportplätzen die Situation winterlich dar. Einen anstrengenden Tag hatte A2- und B6-Staffelleiter Stefan Cserny. Sämtliche Spiele seiner Ligen fielen den heftigen Schneefällen zum Opfer. „Ich war früh als Platzkommissar in Owen und Oberlenningen unterwegs, danach hat man sich natürlich die Finger wund gewählt“, so Cserny schmunzelnd. Er kennt als Staffelleiter-Urgestein sämtliche Plätze und Gegebenheiten und hat die Absagenflut mit all seiner Routine über die Bühne gebracht. Zur Belohnung konnte er abends dann im VfB-Stadion den 2:1-Sieg seiner „Roten“ gegen Frankfurt begutachten.