Er gehört zu den Majors, also zu den prestigeträchtigsten Marathons der Welt. Und die meisten, die mal einen Marathon gelaufen sind, möchten die 42,195 Kilometer auch irgendwann Mal im Big Apple zurücklegen. Adrian Reuter von den Trias Wernau hat sich diesen Wunsch am Sonntag zu seinem 40. Geburtstag erfüllt.
„Eigentlich war die Teilnahme gar nicht geplant. Nachdem es über die offizielle Bewerbung nicht geklappt hatte, stand ich auf der Warteliste eines Reiseveranstalters. Erst im August ergab sich überraschend die Möglichkeit, doch noch einen Startplatz zu bekommen. Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen“, berichtet der Wernauer. So reiste er bereits eine Woche vor dem Lauf nach New York, um sich in aller Ruhe die Stadt anzuschauen. Dass er dabei schon reichlich Kilometer gesammelt hatte, machte sich dann am Sonntag auch im Rennen bemerkbar. Nach der beeindruckenden Anreise morgens mit der Fähre nach Staten Island ging es für die knapp 52.000 Startenden los. Den Pacemaker für vier Stunden musste Adrian Reuter bald ziehen lassen. „Von da an ging es vor allem darum, durchzuhalten und das Ziel zu erreichen. Immer wieder waren Gehpausen notwendig.“ Der Wernauer gab nicht auf, versuchte noch, so gut es ging, die Atmosphäre entlang der Strecke mit hunderttausenden Zuschauern zu genießen und die Stimmung in Brooklyn, Williamsburg, der Bronx und Harlem aufzusaugen. Am Ende erreichte er nach 4.51,37 Stunden das Ziel. „Leider zu langsam, um am nächsten Tag in der New York Times als Finisher abgedruckt zu werden“, ärgerte er sich ein wenig. Immerhin gibt das vielleicht die nötige Motivation, den beliebten Marathon irgendwann noch einmal zu finishen.

