Lenninger lassen beim 31:25-Pflichtsieg viele gute Torchancen aus
Nicht mit letzter Konsequenz

Auftakt nach Maß im neuen Jahr für Handball-Bezirksligist SG Lenningen: Gegen den TSV Wolfschlugen II gelang ein 31:25-(18:9)-Sieg – und einer, der zu keiner Zeit ernsthaft in Gefahr war.

Lenningen. Das erste Mal seit mehreren Wochen hatte Trainer Klaus Wöller wieder das Zepter auf der SG-Kommandobrücke in der Hand, nachdem ihn zuvor Jochen Renz und Harry Schmid sehr gut vertreten hatten. Wöllers Kommentar nach Spielende augenzwinkernd: „Alles richtig gemacht“. Ganz so war es freilich nicht: In der zweiten Hälfte ließ die SG ein wenig den Zug zum Tor vermissen – sie spielte schön anstatt effektiv.

Die Möglichkeit etwas für das Torverhältnis zu tun, wurde leichtfertig vergeben, denn der TSV Wolfschlugen II präsentierte sich als der optimale Aufbaugegner nach der Weihnachtspause. Das Spiel der „Hexen-banner“-Reserve war viel zu einfach, zu berechenbar und das Querpassspiel zu wenig druckvoll, um die gut positionierte SG-Abwehr an diesem Abend ins Schwitzen zu bringen. Anders die Lenninger, die ihre Offensiv- und Laufqualitäten in diesem Spiel neu entdeckten. Es gab schnelle Konter im Minutentakt, die durch Ringels-pacher und Austen erfolgreich abgeschlossen wurden, dazu ein schöner Heber durch Haid und ein sehenswerter Drehwurf durch Lamparter. Die Wolfschlugener fanden zu keiner Zeit ins Spiel und kamen nur durch Einzelaktionen und individuelle SG-Abwehrfehler zu Torerfolgen. Nach einem Doppelpack von Bächle wurden bei einem klaren 18:9-Zwischenstand die Seiten gewechselt.

Mit dem sicheren Gefühl des Sieges im Rücken schlichen sich bei der SG Lenningen nun allerdings mehr und mehr Fehler ein. Die vorher sicheren Angriffsspieler vergaben gute Tor-chancen und die Neueinwechslungen fanden nicht richtig ins Spiel. Gut, dass der sichere Rückhalt Heiko Lamparter im Tor mit mehreren tollen Paraden einige Gästechancen vereitelte und so die Wolfschlugener immer auf sichere Distanz hielt. Spielerische Lenninger Highlights waren nun Mangelware. Ausnahmen bildeten ein Schlenzer von Haid auf Rechtsaußen sowie der Latte-Tor-Knaller von Ringelspacher. Den Schlusspunkt für die SG setzte der gut spielende Dieterich mit einer schönen Einzelaktion auf Rechtsaußen.

Verhalten fiel der Jubel beim Schlusspfiff aus: Die SG hatte in der eher mittelmäßigen Partie zwar gefällig, aber ohne größere Effizienz gespielt. Am nächsten Wochenende ist Lenningen beim Tabellenfünften SG Hegensberg-Liebersbronn zu Gast. Coach Wöller verlangt dort eine konzentriertere zweite Halbzeit, denn sonst wird es wohl nichts mit zwei Punkten für die weiterhin aussichtsreich auf Platz zwei stehende Mannschaft.rs

SG Lenningen: Carrle, H. Lamparter –Austen (6), Haid (5), J. Lamparter (3), Bächle (2), Wald (5/3), O. Ringelspacher (6), Schmid, Schur (1), K. Ringelspacher , Dieterich (3), Pisch

TSV Wolfsschlugen II: Fleischmann, Alber – Schall (1), Panos, Brändle (4), Staiger (4), Buck (6/5), Peter, Kazmaier (4), Zimmermann (2), Plotzki (1), Geiger (1), Jenz, Graf (2/2)