Basketball: Knights reisen mit dünner Personaldecke nach Vechta – Smallwood hoch motiviert
Nichts zu verlieren beim Tabellenführer

Mit dem wieder genesenen Cedric Brooks treten die Zweitliga-Basketballer der Kirchheim Knights bereits heute die 600-Kilometer-Reise zu Tabellenführer Vechta an. Für das morgige Duell mit den Niedersachsen können die abstiegsbedrohten Teckstädter nur auf eine Überraschung hoffen.

Kirchheim. „Mit einem Sieg in Vechta zu rechnen, wäre vermessen“, so Knights-Trainer Ignjatovic, „dafür sind sie zu heimstark und gut aufgestellt.“ Im Gegensatz zum Tabellenführer hat sich die Personalsituation unter der Teck verschärft. „Im Moment sieht es wohl so aus, dass wir nur mit zwei gesunden deutschen Spielern nach Vechta reisen müssen. Somit ist das vorrangige Ziel, ein gutes Spiel abzuliefern und dass sich kein weiterer Spieler verletzt“, so Ignjatovic.

Dominik Schneider fällt mit einer Oberschenkelverletzung wohl für längere Zeit aus. Auch Kapitän Radi Tomasevic kämpft mit anhaltenden Kniebeschwerden. Einzig der zuletzt an Grippe erkrankte Cedric Brooks ist wieder gesund und zurück an Bord. „Mir geht es wieder gut. So eine lange Zeit musste ich noch nie aussetzen. Das war sehr hart. Ich bin froh, wieder mitwirken zu können“, so Brooks, der bereits am vergangenen Samstag als Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte seinen Teamkollegen die Daumen gedrückt hatte.

Wie schon in der Vergangenheit ist die Personaldecke also besonders auf den „deutschen“ Positionen dünn besetzt. Weswegen es besonders auf die Leistungen von Sebastian Adeberg, Jonathan Maier und, sollte ein Einsatz überhaupt möglich sein, Kapitän Radi Tomasevic ankommen wird. Ein weiterer Einsatz von Besnik Bekteshi ist aufgrund des zeitgleichen Bundesligaspiels der Neckar Riesen Ludwigsburg nicht möglich. „Ich war sehr froh, das Besnik am Samstag für uns gespielt hat. Der Dank der Knights gilt dem Kooperationspartner aus Ludwigsburg. Sie haben uns in einer schweren Situation sehr geholfen“, so der sportliche Leiter Karl Lenger.

Zumindest reisen die Knights mit einem ungewöhnlichen Gefühl nach Vechta, denn es gibt dort nichts zu verlieren. Der Tabellenführer beeindruckt mit einem qualitativ breit aufgestellten Kader, bei dem die Last der Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird. Hauptträger ist Point-Guard Richie Williams. Der US-Amerikaner führt sein Team in Punkten (17,6) und Assists (7,3) an. Komplettiert wird seine Statistik mit 4,9 Rebounds pro Spiel.

Das Hinspiel ging mit 106:95 an Vechta. Überragender Mann im Team von Trainer Pat Elzie war Jacob ­Doerksen mit 27 Punkten. Auf ihn muss Vechta jedoch am Samstag verletzungsbedingt verzichten. Unter den Brettern dominiert Dirk Mädrich das Spielgeschehen. Seine 12,6 Punkte und 6,6 Rebounds sorgen für Stabilität in direkter Korbnähe.

Jede Menge zu tun also für die Verteidigung der Knights, die im letzten Spiel gegen Essen ihre bislang beste Saisonleistung zeigte. Nun gilt es, die gezeigte Leistung auch auswärts abzurufen. Neuzugang Justin Stommes scheinen Partien in der Fremde besonders zu liegen. Auswärts bereits in bestechender Form konnte der Forward zu Hause einzig in den letzten fünf Minuten des Spiels gegen Essen zeigen, was in ihm steckt. Gerade noch rechtzeitig, um den Sieg zu sichern. Auf seine wie auch die Tagesform von Marcus Smallwood wird es in Vechta ankommen. Besonders Smallwood dürfte hoch motiviert zu Werke gehen – in der vergangenen Saison war er im Vechtaer Trikot auf Korbjagd gegangenen und verhalf dem Klub zum Aufstieg in die Pro A.

„Entscheidend sind für uns die kommenden Spiele gegen Crailsheim, Leipzig und Ehingen. In dieser Woche wird sich zeigen, wohin der Weg geht. Dennoch reisen wir nicht nach Vechta, um die Punkte herzuschenken. Wir werden alles aus uns herausholen. Was dann am Ende dabei herauskommt, werden wir nach dem Schlusspfiff sehen“, so Frenkie Ignjatovic.cs