Kirchheimer Oberliga-Basketballer verlieren 66:72 gegen die TSG Söflingen
Niederlage als Mutmacher

Auch im fünften Anlauf kassierten die Oberliga-Basketballer des VfL Kirchheim eine Niederlage. Die Tendenz beim 66:72 (25:31) gegen die TSG Söflingen wies aber klar nach oben.

Kirchheim. Das „Exil“ in der Sporthalle des Ludwig-Uhland-Gymnasiums hat dem VfL kein Glück gebracht. Und vielleicht war es genau das, das Quäntchen Glück, das im Sport in der Regel den Kellerkindern nicht zur Seite steht. Coach Pasko Tomic teilt diesen Verdacht: „Am Ende hat uns auch ein wenig das Glück verlassen – aber das müssen wir uns einfach weiter erarbeiten.“ So stand am Schluss eines dramatischen Basketballspiels zum fünften Mal im fünften Anlauf der Gegner als Sieger fest. Diesmal war es die TSG Söflingen, die 72:66 gewann und sich mit 3:2 Siegen nun im breiten Verfolgerfeld der Topteams Göppingen (5:0) und Marbach (4:1) befindet.

Dabei hatte es viele gute Phasen für die Kirchheimer gegeben, die wegen der Turn-Bundesliga von der Sporthalle Stadtmitte ins Ludwig-Uhland-Gymnasium hatten umziehen müssen. Die erste gute Phase dauerte fast neun Minuten. NBBL-Spieler Constantin Munz (18), am Sonntagabend zum ersten Mal in seiner Laufbahn der wirkungsvollste Spieler der Kirchheimer Ersten, markierte von den ersten elf Punkten derer neun. Nach neun Minuten führte der VfL 15:8 – um zum ersten Mal einen Einbruch zu erleben. Söflingen machte von den nächsten 19 Punkten 17, die Heimmannschaft hatte den guten Start leichtfertig verspielt (17:25, 15.).

Der Negativtrend konnte zum Glück gestoppt werden, und hätte man nicht vier von acht Freiwürfen versemmelt, wäre noch mehr als der verkraftbare 25:31-Pausenstand möglich gewesen. Die zweite Hälfte begann wieder mit einer Sendepause, Söflingen traf zweimal von draußen und erhöhte auf 37:25. Doch das stachelte die jungen Kirchheimer richtig an. Innerhalb von fünf Minuten verwandelten Chara Kiriakidis (19), Jonathan Gritschke (19) und zweimal Munz von außerhalb der Drei-Punkte-Linie, mit dem 41:45 (28.) war der Anschluss wieder hergestellt. Söflingens Dürring konterte zwar zum 41:50 (29.), doch nun begann die dritte starke Phase der Einheimischen. Chris Reza, der kleine Aufbauspieler, sorgte dabei mit zehn von zehn verwandelten Freiwürfen in weniger als zwei Minuten für ein besonders akkurates Kuriosum, der Stand von 52:53 vor dem Schlussviertel ließ die von Tomic erhoffte Überraschung weiter realistisch erscheinen.

Sieben Minuten lang lebte diese Hoffnung weiter. Munz sorgte nach dem einzigen Feldkorb von Cveti Bozic mit sechs Punkten in Folge dafür, dass der Anschluss erhalten blieb – 60:63 (37.). Doch ein Fehlwurf und ein anschließender Abstauber durch den Söflinger Gulde zum 60:65 saugte etwas die Luft aus der Hoffnung. Im Freiwurf-Festival der letzten Minuten zeigte sich der VfL zwar stark (6:6, die TSG traf nur drei von zehn), am Ende stand aber die fünfte, wenn auch bisher knappste Niederlage der Saison fest.

„Wir sind weiter auf dem richtigen Weg“, bilanzierte Tomic trotzdem unmittelbar nach der Schlusssirene. „Diesmal waren wir nah dran, aber wenn es eng wird, verlieren wir noch zu sehr die Struktur und den Rhythmus. Das tut natürlich weh, aber der kämpferische Einsatz und unser brutaler Wille machen mich dennoch stolz.“ut

VfL Kirchheim: M. Beck, C. Bozic (4), Eberle (8), Gritschke (7/1), Kiriakidis (5/1), C.  Munz (26/3), Reichmuth (1), Reza (10), Schlipf, Schraml (5), Wanzke

Freiwürfe: 25:31/81 % (TSG 15:28/53%) , Fouls: 28 (TSG 30)