Durchhalteparolen beim Fußball-Landesligisten TSV Weilheim vor dem Nachbarschaftsduell gegen den TSV Boll
Noch drei Strohhalm-Spiele

Für die meisten Fußball-Experten ist der TSV Weilheim abgestiegen. Doch noch hat der Fußball-Landesligist drei Spiele zu absolvieren, die er gewinnen muss – ein winziger Strohhalm bleibt. Am Samstag ab 17.30 Uhr kommt es zum brisanten Lokalderby gegen den TSV Bad Boll.

Weilheim. Die schwierige Ausgangslage können die Verantwortlichen des TSV Weilheim ganz gut einschätzen, und mit Blick auf die restlichen drei Spiele gegen den TSV Bad Boll, bei Spitzenreiter SF Dorfmerkingen und beim SV Hoffeld kommt nicht gerade Optimismus auf. Vor allem die schwere Aufgabe beim Verbandsliga-Anwärter Dorfmerkingen scheint nahezu unlösbar. Vorerst gilt die Konzentration allerdings der Samstagspartie gegen den TSV Boll. „Wir können uns nur auf das nächste Spiel einstellen“, sagt Weilheim Co-Trainer Danell Stumpe, dessen Mannschaft großen Druck hat im Abstiegskampf. Für Günther Friess, den Sportlichen Leiter, war der jüngste 4:1-Sieg beim FC Germania Bargau „nur ein Silberstreif am Horizont“.

Die Situation ist umso schwieriger, weil die Mannschaft alle drei Restspiele gewinnen muss. Jetzt geht es gegen die Boller, und die sind rechnerisch auch noch nicht ganz gerettet. Woche für Woche geht‘s für den TSVW um alles – „vielleicht spielen die anderen Vereine ja auch einmal für uns“, hofft Friess. Schon an diesem Spieltag könnte der Abstand auf den Relegationsplatz bis auf einen Zähler verkürzt werden: Der TSV RSK Esslingen hat im Heimspiel gegen die SF Dorfmerkingen einen schweren Job. 29 Punkte Weilheim, 30 Esslingen – in diesem Falle würde der Abstiegskampf nochmals richtig spannend.

Wunschdenken. Zunächst gilt es für den TSVW, die glänzende Leistung im Bargau-Spiel zu bestätigen. Ingesamt neun Mannschaften sind noch in den Abstiegskampf verwickelt. Die besten Karten haben 1. FC Donzdorf und TSV Bad Boll mit je 35 Zählern, doch auch der 1. FC Eislingen (32) hat ein gutes Punktepolster. Der TSV Deizisau (31), SSV 1846 Ulm II (31) und SV Ebersbach (30) haben gegenüber dem TSV RSK Esslingen (30), TSV Weilheim (26) und TSVgg Plattenhardt (26) den Vorteil, noch ein Spiel mehr austragen zu können. Nur noch theoretische Überlebenschancen hat der SV Hoffeld (18), der neben der Spvgg Au praktisch als zweiter Absteiger feststeht.

Sollte der TSV Weilheim nach nur einer Saison wieder zurück in die Bezirksliga müssen, würde es im Mannschaftskader diverse Veränderungen geben. Neben Pascal Hartmann (zum TSV Bad Boll) und Mannschaftskapitän Kai Sigel (Weltreise) zählen auch Marcel Hölig, Deni Kalfic, Thomas Edelmann, Carmelo Scaffidi und Marcel Mettang zu den Wackel- und Wechselkandidaten. Doch vor den Zukunftsplanungen hat der Fußballgott die Rundenspiele gesetzt. Und noch sind die Limburgstädter nicht abgestiegen. Mit der zuletzt gezeigten Leistung scheint die Elf von Trainer Hübbe durchaus in der Lage, noch etliche Punkte zu erzielen. „Wir schaffen das noch“, sagt Marcel Mettang und unterstreicht, dass er gerne in Weilheim bleiben möchte: „Hier herrscht eine tolle Kameradschaft.“me