Lokalsport
Noch fünf Spiele Hoffnung

Den Gedanken daran haben sie monatelang immer wieder verdrängt. Aber so langsam müssen sich die Weilheimer wohl oder übel damit abfinden, dass sie in der nächsten Saison wieder dorthin zurückkehren werden, wo sie hergekommen sind: in die Bezirksliga. Die vagen Hoffnungen auf den Klassenerhalt sind durch die 0:2-Niederlage in Eislingen weiter geschwunden.

Weilheim. „Wir haben in der ersten Halbzeit ohne Mut und ohne Ideen gespielt. Erst nach dem fragwürdigen Elfmeter zum 2:0 und der gelb-roten Karte für Thomas Edelmann hat die Mannschaft alles gegeben. Aber 42 Minuten Kampf reichen nicht. Wenn du den Abstieg verhindern willst, musst du 90 Minuten alles geben“, kommentierte Alexander Hübbe den erneuten Tiefschlag. Der Trainer glaubt, dass einige Spieler mit dem Druck nicht fertig werden, in dieser Liga zu bestehen. Bei anderen mangelt es schlicht und einfach an der spielerischen Qualität.

Was bleibt, sind fünf Spiele Hoffnung. Fünfmal die Möglichkeit, fleißig wie ein Eichhörnchen so viele Punkte wie möglich zu sammeln, damit es vielleicht doch noch zum Überleben reicht. „Wir geben nicht auf. Sonntag gegen Essingen werden wir versuchen, ganz locker aufzuspielen. Im Grunde haben wir nichts mehr zu verlieren“, meint Hübbe.

Erst, wenn der TSV Weilheim wirklich absteigen sollte, wird sich der wahre Charakter der Mannschaft offenbaren. Dann würden die Spieler, die dem Verein den Rücken kehren und damit im Stich lassen, ihre Söldnermentalität preisgeben. Schließlich hätten ausnahmslos alle ihren Teil zum Misserfolg beigetragen und hätten die moralische Pflicht, die Suppe auszulöffeln, die sich sich mit eingebrockt haben.

In der Klasse tiefer träfen die Weilheimer voraussichtlich auf zwei Rivalen aus der Teckregion. Der VfL II kann seine Aufstiegsambitionen nach der enttäuschenden Vorstellung in Neuhausen nur noch auf Sparflamme kochen und wird der Bezirksliga mit seinen Verstärkungen aus der Oberliga wohl als Kassenmagnet wohl erhalten bleiben. Im hinteren Bereich läuft die SGEH Gefahr, sich in die Kreisliga verabschieden zu müssen. Nach der 3:4-Niederlage im Derby gegen Catania hat sich die Lage dramatisch verschlechtert. Dagegen ist für die Kirchheimer Italiener, bei denen sich Michel Forzano als dreifacher Torschütze hervortat, das rettende Ufer ganz nahe gerückt.

Wie haben die Fußballer ihre sportlichen Aktivitäten eigentlich mit den Feiern zum 1. Mai vereinbart? Einen originellen Beitrag leistete die bereits als Meister der Kreisliga B feststehende zweite Mannschaft des TSV Weilheim. Die ganze Truppe marschierte mit Leiterwägelchen und alkoholfreien Getränken im strömenden Regen zum Spiel nach Ohmden. Fazit: Erst von oben, dann vom Gegner nass gemacht. Weilheim kassierte mit 2:3 die erste Niederlage der Saison.

Die Owener hatten ihre Kraft schon vorher vergeudet. Einige Spieler kamen direkt vom Maibaum aufstellen zum Spiel gegen Nabern, andere hatten die Dortmunder Meisterschaft in den Spieltag hineingefeiert. Was folgte, war nur allzu logisch – eine 1:5-Schlappe auf eigenem Platz.

Gescheiter machte es der TSV
Beuren. Dessen ganze Konzentration galt erst dem Heimspiel gegen Neckarhausen, das sie 3:2 gewann. Danach ging‘s zur Feiertags-Hocketse im Getränkemarkt von Abteilungsleiter Frank Adolf.

Die Kuriosität des Tages lieferte der FC Frickenhausen III. Im Spiel gegen den SV Nabern II lag die Täleself 0:1 im Hintertreffen. In der zweiten Halbzeit verzichtete sie freiwillig auf den elften Mann, der sich für das Spiel seiner zweiten Mannschaft gegen Jesingen schonen wollte. Zu zehnt drehte Frickenhausen den Spies um und gewann mit 3:1.