Mountainbike-Weltcup: Manuel Fumic in Südafrika nur Außenseiter
Noch kein Siegkandidat

Heute startet für die besten Mountainbiker im südafrikanischen Pietermaritzburg die Weltcup-Saison. Erwartungsgemäß dabei ist Manuel Fumic. Auf dem sechs Kilometer langen Kurs will er mit einem guten Resultat den Grundstein legen für die nächsten Rennen.

Kirchheim. Eine Stunde lang hatten die Cross-Country-Biker am Mittwoch Gelegenheit, den neu gestalteten Kurs im Mountainbike-Park zu testen. Nur eine Stunde, weil sich danach die Organisatoren wieder an der Strecke zu schaffen machten. Am Wochenende zuvor hatten sintflutartige Regenfälle den Parcours in eine tiefe Schlammwüste verwandelt. Das Rennen der nationalen südafrikanischen Serie, das darauf stattfand, zog tiefe Rillen in den lehmigen Boden. Notgedrungen mussten die Helfer den Schlamm beseitigen und die Trails planieren.

So finden die Weltcup-Biker jetzt eine Strecke vor, in denen die Singletrails sehr flüssig zu fahren sein werden. „Es wird nicht einfach. Man muss mit Köpfchen fahren und Körner sparen“, erklärte Fumic, „aber ich hätte mir den Kurs technisch anspruchsvoller vorgestellt.“

Er hatte seine erste Runde mit dem 29-Zoll-Bike gedreht, dann das 26-Zoll-Gerät getestet und war sich danach gar nicht sicher, was denn nun die bessere Wahl wäre. „Das 29er rollt besser, aber das 26er ist einfach agiler“, sagte er, bevor er mit dem größeren Bike noch mal eine Runde drehte.

In Pietermaritzburg wollte Fumic leistungsmäßig schon wieder bei hundert Prozent sein, doch auf die Frage, ob das denn so wäre, schüttelte er den Kopf. „Ich weiß nicht. In den letzten Rennen hatte ich sozusagen die Bremse im Kopf, weil diese Rennen nicht so wichtig waren. Der Weltcup motiviert mich. Ob es mir unter die Top Fünf reicht, weiß ich nicht“, sagt er.

Das erste von sieben Weltcup-Rennen 2011 stellt alle anderen MTB-Meetings in den Schatten. Auf den heutigen Tag haben alle Biker gezielt hingearbeitet, weshalb die Anspannung in Pietermaritzburg nicht nur bei Fumic förmlich zu spüren ist.

Selbstredend wird erwartet, dass die bekannten Protagonisten in der Provinz KwaZulu Natal das Rennen unter sich ausmachen werden. Der Schweizer Nino Schurter ist Titelverteidiger im Gesamtweltcup, Welt­meis­ter José Hermida hat 2009 in Südafrika gewonnen. Olympiasieger Julien Absalon hat dieses Jahr einen anderen Vorbereitungsweg gewählt und ist bisher allen direkten Vergleichen mit seinen schärfsten Rivalen aus dem Weg gegangen. Dem Südafrikaner Burry Stander kommt bei seinem Heimrennen eine Sonderrolle zu. Den Tschechen Jaroslav Kulhavy hat man auch auf der Rechnung, genauso wie U23-Weltmeister Mathias Flückiger und ein paar weitere Fahrer.

Dazwischen rangiert Manuel Fumic. Ihn nimmt die Konkurrenz durchaus ernst, zählt ihn aber nicht zu den Siegkandidaten.