Fußball
Noch nicht genügend Winterspeck

Während der FC Kirchheim am Sonntag in der Kreisliga A2 ans Mittelfeld andocken könnte, kämpft die SGEH um dem Anschluss zur Tabellenspitze.

Lukas Pflüger (links) und Nils Faustmann klatschen sich ab. Ob die beiden am Sonntag gemeinsam auf dem Platz stehen können, ist noch unklar. Foto: Markus Brändli

Diese Zwischenbilanz eines Aufsteigers wirkt passabel: 16 Punkte hat der FC Kirchheim bislang aus 14 Partien abgegriffen, am Sonntag bieten sich sogar richtig attraktive Perspektiven. Gewinnen die Kirchheimer gegen die SGM Owen/Unterlenningen (12 Zähler), wäre das Überwintern auf einem Nichtabstiegsplatz wohl Fakt. Vor dem Match auf dem Kunstrasenplatz an der Lindach verteilt FCK-Coach Deni Kalfic erst einmal Vorschusslorbeeren. „Die SGM ist Favorit“, betont er, was an der größeren Ligaerfahrung des Gegners liege. Sein Bedarf an Punkten sei aber längst nicht gedeckt. „Wir haben oft zu viele Chancen liegengelassen“, erkennt Kalic Nachholbedarf.

Fünf Neuzugänge hatten die Kirchheimer jüngst zur Winterpause angekündigt, drei stehen nach Klubangaben schon fest: Die Angreifer Modou Joof und Mudrik Zare, des Weiteren Keeper Cem Tayyar – allesamt von der SGM Ohmden/Holzmaden. Kalfic: „Mit zwei weiteren Akteuren sind wir kurz vor Abschluss der Gespräche.“ 

Für den FCK wäre ein Dreifachpunkten befreiend, für die SGM Owen/Unterlenningen ein Hoffnungsbringer. Doch Kevin Rieke wirkt vor dem Match etwas bedrückt. „Unsere Personalsituation ist extrem schwierig, die Voraussetzungen sind damit alles andere als gut“, berichtet der (weiter verletzte) Spielertrainer. Aus dem AH-Team soll unter anderem Daniel Deuschle aushelfen. Rieke: „Am Sonntagmorgen weiß ich wohl erst, ob wir genügend Spieler zusammenbekommen. Wir müssen uns irgendwie in die Winterpause retten.“

Letztes Spiel für Robin Hermann

Katalonien statt Kirchheimer Ecke: Robin Hermann wandert aus, wird folglich am Sonntag letztmalig für die SF Dettingen kicken. Der Keeper und optionale Feldspieler lässt sich auf Dauer im Raum Barcelona nieder. Nicht nur für ihn hat das kommende Match emotionalen Charakter. „Mit dem FV 09 Nürtingen bin ich vergangene Saison als Co-Trainer aufgestiegen“, hat Sportfreunde-Trainer Simone Stuppia noch die überragende Runde des einstigen Landesligisten auf dem Radar. Für seinen coachenden und kickenden SFD-Kollegen Gabriele Rizzo ist derweil das Fußballjahr 2025 (Bänderriss am rechten Knöchel) gelaufen. Klar ist: Die Sportfreunde haben als Tabellensechzehnte aktuell nur drei Punkte Plus auf den Relegationsplatz, damit entsprechend Handlungsdruck.

Potenza contra Geiger

Der AC Catania durchläuft eine Positivphase, was die Bilanz von drei Siegen, einem Remis und lediglich einer Niederlage aus den vergangenen fünf Partien widerspiegelt. Mit diesem Rückenwind soll auch der Tabellendritte TSV Grafenberg konfrontiert werden. „Wir haben alle Mann an Bord, werden offensiv wie immer agieren“, kündigt Spielertrainer Michele Latte an. Und: Die Kreise von Grafenbergs kickendem Coach Frieder Geiger (mit 18 Treffern Platz eins der Torjägerliste) will der AC-Coach effektiv stören lassen. „In der Verteidigung stehen wir recht gut“, betont Latte, um anzufügen, dass Santiago Potenza das Stürmerduell gewinnen werde. 

Fragezeichen um Faustmann

Beim Donnerstagabend-Match in Oberensingen (1:4) wurde Nils Faustmann von Oberensingens Torwart Patrick Tillmann recht unsanft gerammt, nun bangen die Neidlinger um den Einsatz ihres Goalgetters in der Heimpartie gegen den TSV Neckartailfingen. Grundsätzlich bietet sich dem TVN mit zwei Heimpartien (am 6. Dezember rückt noch der FV 09 Nürtingen an) vor der Winterpause noch eine großartige Gelegenheit, Luft im Ligakeller zu schnappen. 

Etwas ruhiger ist es nach drei Niederlagen in Serie um den einstigen Tabellenführer SGEH geworden. Nachdem die Nachholpartie gegen die SGM Höllbach am Donnerstag erneut abgesagt wurde, bietet sich dem Team von Mario Tumbas nun in Bempflingen die Chance zur Trendwende. Bempflingens Sprecher Harry Altenhof warnt vorsorglich. Die SGEH befinde sich zwar gerade in einem sportlichen Tief, habe allerdings die Qualität, sich herauszuarbeiten. Seine Folgerung: „Wir brauchen einen Sahnetag.“