Kirchheim. Wird Cuxhaven erneut zum Wendepunkt in der Kirchheimer Saison? Nach der 66:98-Pleite im Hinspiel begann die Negativserie der Teckstädter – folgt auf den deutlichen Sieg vom Samstag nun die positive Kehrtwende? Fakt ist, dass sich die Knights auch durch die Niederlage vom Kellerkonkurrent Crailsheim Luft auf die Abstiegsränge verschafft haben. Dementsprechend deutlich war sowohl dem Team, als auch Trainer Frenkie Ignjatovic die Erleichterung anzumerken. „Solche Spiele machen deutlich mehr Spaß“, lautete das erste Statement des Trainers direkt nach der Partie.
Wie schon in den vergangenen Wochen starteten die Knights gut ins Spiel. Angeführt vom starken Chris Alexander, der immer mehr die Leitung des Kirchheimer Spiels übernahm, versuchten die Ritter mit schnellen Angriffen die Gäste zu überraschen. Doch die Cuxhavener zeigten, weshalb sie die Playoffs schon so gut wie sicher haben. Besonders Jeremy Dunbar übernahm zu Beginn die Verantwortung bei den Gästen. Auf Seiten der Knights traf Justin Stommes zwei wichtige Drei-Punkt-Würfe, die die Teckstädter in Schlagdistanz hielten.
Nun waren es die Kirchheimer, die ihrerseits einen Run starteten. Und dieser sollte es in sich haben. Mit der Einwechslung von Cedric Brooks und Radi Tomasevic schalteten die Knights nochmals einen Gang höher. Immer wieder leiteten die Hausherren Schnellangriffe ein, die entweder direkt am Korb oder per Drei-Punkt-Wurf abgeschlossen wurden. Und dieses Mal saßen die Würfe. Die Gäste konnten nun nicht mehr kontern und wurden förmlich überrannt. War das erste Viertel mit 24:17 noch einigermaßen ausgeglichen, ging der zweite Spielabschnitt mit 32:13 an die Ritter. Doch nicht nur die Offensive glänzte. Zu Saisonbeginn noch das Problemfeld der Knights, scheinen die harten Trainingswochen nun Früchte zu tragen. Besonders Marcus Smallwood scheint immer besser in Form zu kommen und stellte mit 18 Rebounds den bisherigen Saisonrekord auf. Dank zehn erzielten Punkten gelang ihm zudem ein Double-Double.
Nach der wohl besten Halbzeit der Saison galt es nun, die Konzentration hoch zu halten. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Leichte Ballverluste und nicht getroffene Würfe auf Kirchheimer Seite erhöhten für kurze Zeit die Hoffnung der Gäste. Doch die Teckstädter fingen sich schnell und konnten den geschmolzenen Vorsprung schnell wieder ausbauen. Tim Burnette, der bereits in der ersten Hälfte stark aufspielte, kam auch in der zweiten Halbzeit zum Zuge und erzielte in 16 Minuten Spielzeit 15 Punkte bei einer beeindruckenden Wurfquote. Einzig die Foulprobleme der deutschen Spieler schienen noch Zweifel am Sieg zuzulassen. Sowohl Schneider als auch Adeberg waren früh mit vier Fouls belastet.
Doch Trainer Ignjatovic hatte noch ein Ass im Ärmel. Die Knights brachten mit Robert Zinn den Teenie im Team. „Unser Dank gilt Kooperationspartner Neckar Riesen Ludwigsburg. Sie haben uns in einer schweren Situation geholfen“, beschrieb Ignjatovic die Situation nach der Verletzung von Jonathan Maier, der mit einer Bänderverletzung für das Spiel gegen Cuxhaven ausfiel. Der Nachwuchsspieler aus Ludwigsburg überzeugte mit guter Defensivleistung und als ihm dann auch noch sein erster Punkt in der 2. Basketball-Bundesliga erzielte, stand die Halle Kopf. Ohrenbetäubender Lärm und Standing Ovations in den letzten Sekunden der Partie, die die Kirchheimer mit 107:77 gewannen.
Die Knights stehen weiterhin auf dem zwölften Tabellenplatz. Mit den Partien in Gotha und in Jena stehen nun zwei schwere Auswärtsspiele gegen direkte Konkurrenten auf dem Programm. Los geht’s am kommenden Samstag um 19.30 Uhr. Die Knights treffen auf die Oettinger Rockets Gotha.cs
