Tischtennis: 17. BaWü-Titelkämpfe der U18 und U15
Notzingen bewährt sich

Hochklassiger Tischtennissport wurde in der Sporthalle in Notzingen bei den 17. Baden-Württembergischen Einzelmeisterschaften der U18 und U15 geboten. Insgesamt waren 128 Teilnehmer am Start. Der Holzmadener Simon Geßner, der für den SSV Reutlingen in der Oberliga bei den Aktiven spielt, schaffte im Einzel den Einzug ins Viertelfinale.

Notzingen. Der TTC Not­zingen-Wellingen hat beim Verband offensichtlich gute Karten. Es war nicht das erste größere Turnier, das der Tischtennisverband Württemberg-Hohenzollern nach Notzingen vergab. Die „BaWü“ waren bisher jedoch das Highlight. Beim Verband war man zufrieden, die Bedingungen in Notzingen erwiesen sich als ideal. Steffen Neumann, Ressortleiter Einzelsport im TTVWH, verteilte Komplimente: „Die Veranstaltung ist gut organisiert. So viele Helfer stellen bei anderen Veranstaltungen die Vereine nicht immer zur Verfügung.“

Zu Recht stolz war dann auch Steffen Hummel, der Vorstand des TTC Notzingen-Wellingen: „Wir sind absolut zufrieden. Es war kein Drauflegegeschäft“. Dabei stellte der Verein für jeden Sieger Pokale und Sachpreise zur Verfügung. Steffen Hummel: „Die Unkosten waren schon vorher durch großzügige Sponsoren abgedeckt“. Für die Hallenmiete gab es einen Zuschuss vom Verband.

Mit dem Holzmadener Simon Geßner war immerhin ein Lokalmatador am Start. Und auch Björn Schmidt von der TSG Heidelberg gehört streng genommen zur lokalen Szene. Der 14-Jährige ist der Sohn von Jörg Herrmann (40), der für die dritte Mannschaft des VfL Kirchheim in der Bezirksliga spielt. Björn Schmidt lebt in Heidelberg bei seiner Mutter und wird bei den Turnieren betreut von seiner Tante, die schon in der ersten Bundesliga beim TV Busenbach gespielt hat. Trotz Scheiterns in der Vorrunde, war allein die Teilnahme für ihn ein großer Erfolg. Vater Jörg Herrmann: „Der Björn kommt alle paar Wochen nach Kirchheim. Da trainieren wir zusammen. Ich habe inzwischen keine Chance mehr gegen ihn.“

Simon Geßner (17) kann mit seinem Abschneiden ebenfalls mehr als zufrieden sein. Nach einem Fehlstart im Doppel mit seinem Partner Florian Bluhm vom ASV Grünwettersbach und dem Aus in der ersten Runde lief es im Einzel dann prima. Nach überstandener Vorrunde gewann der Holzmadener gegen Jaso Plog vom FT V 1844 Freiburg in fünf Sätzen. Die Endrunde wurde über vier Gewinnsätze gespielt. Im Viertelfinale kam dann das Aus. Gegen den gleichaltrigen Manuel Mangold verlor Geßner nach sieben hart umkämpften Sätzen.

Die beiden „Qui’s“ vom TTC Frickenhausen waren in Notzingen übrigens nicht am Start. Liang Qui ist bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Indien. Und Dang Qui (15) war die ganze letzte Woche in Finnland unterwegs und gönnte sich dort eine schöpferische Pause.