Teckbotenpokal 2013 wartet erstmals mit einer Zwischenrunde auf
Novum in Neidlingen

Heute in 176 Tagen fällt der Startschuss zum 51. Teckbotenpokal-Turnier. Ausrichter TV Neidlingen plant bereits auf Hochtouren für das achttägige Fußballevent, das vom 28. Juli bis 4. August einen gelungenen Mix aus Altbewährtem und brandneuen Ideen verspricht.

Neidlingen. „Neidlingen macht alles neu“ titelte der Teckbote im vergangenen Sommer in einer Rückschau anlässlich des 50. Geburtstags des lokalen Fußballevents – es war eine Hommage an die visionären Funktionäre in Reihen des TV Neidlingen, die im Jahr 1996 den bis dahin üblichen Wochenendturniermodus über Bord warfen und durch den bis heute bewährten einwöchigen ersetzten. Seitdem ist das Turnier alljährliches Highlight im lokalen Sportkalender und für jeden Ausrichterverein eine Garantie auf volle Kassen.

Rund 17 Jahre später wandeln die Neidlinger erneut auf neuen Pfaden und warten für das achttägige Turnier, das heuer vom 28. Juli bis 4. August im Schatten des Reußenstein stattfindet, mit allerlei Plänen auf.

Der aus sportlicher Sicht spektakulärste betrifft den Spielplan, der erstmals in der Turniergeschichte eine Zwischenrunde vorsieht. Nach fünftägiger Gruppenphase (Sonntag bis Donnerstag) sind die jeweils Erstplatzierten der sechs vorgesehenen Vierergruppen automatisch für die Zwischenrunde qualifiziert. Die jeweiligen Gruppenzweiten und Gruppendritten ermitteln in K.o.-Spielen am Freitag die restlichen Teilnehmer. In der Zwischenrunde am Samstag werden dann in vier Dreiergruppen die Halbfinalisten am Sonntag ermittelt – Achtel- und Viertelfinale sind damit passé.

Übrigens: Steht‘s in den K.o.-Spielen am Freitag bei Schlusspfiff unentschieden, kommen die Gruppenzweiten weiter. „Quasi als Bonus für die Leistung aus der Vorrunde“, sagt Marlon Lamour (29), der gemeinsam mit Patrick Hitzer (28) die Turnierfäden zieht.Die beiden, die mit Harald Hepperle (30) seit rund drei Jahren ein Abteilungsleiter-Trio beim TVN bilden, tüfteln bereits seit Januar 2012 in einem zwölfköpfigen Kernteam am Gelingen des Turniers.

Dem Zufall wurde und wird dabei nichts überlassen. 20 Mann groß ist der Festausschuss, der auch tatkräftig von den ehemaligen Abteilungsoberen Reiner Kuch, Klaus Moll, Norbert Vögele und Alexander Amiri unterstützt wird, die maßgeblich am Erfolg der beiden vergangenen Neidlinger Turnieren 1996 und 2004 verantwortlich waren.

Damit auch die diesjährige Auflage ein Hit wird, fließt in Neidlingen neben allerlei Gehirnschmalz auch der Schweiß – anlässlich des Turniers baut der TVN unterhalb der Sporthalle eine rund 30 mal neun Meter große Steintribüne, die mehr als 300 Zuschauern Platz bieten soll. Spatenstich ist im März, Einweihung soll beim letzten Neidlinger Kreisliga-B-Heimspiel am 9. Juni sein. Finanziert wurde die Aktion durch „Stein-Patenschaften“, bei denen Interessierte für 50 Euro symbolisch ein Stückchen Tribüne erwerben konnten.

Dass die notwendige Summe auf diesem Weg innerhalb von nicht einmal zwei Monaten zusammengekommen ist, spricht für Verein und Fußballabteilung. „Alle ziehen an einem Strang“, freuen sich Patrick Hitzer und Marlon Lamour, die neben neuem Spielplan und neuer Tribüne noch ein drittes Novum im Ärmel haben: Eine eigens für das Turnier entwickelte App für Smartphones, die über Tore und Tabellen informieren soll, verpasst dem Teckbotenpokal einen technisch zeitgemäßen Anstrich – getreu des Turniermottos „Teckbotenpokal 3.0“, das an die Entwicklungen im Internet angelehnt ist und darüber hinaus auch einen ganz profanen Grund hat: „Wir sind zum dritten Mal Gastgeber, seit es den neuen Modus gibt“, schmunzeln Lamour und Hitzer.