Weilheim. TSVW-Trainer Alexander Hübbe hatte die Mannschaft im Vergleich zum vorangegangenen Spiel in Regglisweiler (2:2) auf zwei Positionen verändert. Im defensiven Mittelfeld spielte für Steffen Kuch der nach einem auskurierten Armbruch wieder einsatzfähige Andreas Elsässer. Dazu lief der torgefährliche Joker Felix Hummel zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn auf. Für ihn musste Mike Tausch auf der Bank Platz nehmen, Marcel Mettang rückte auf die rechte Außenbahn.
Eine Maßnahme des Trainers, welche die Spielstärke der Weilheimer Mannschaft kaum veränderte. Einmal mehr bewiesen die Limburgstädter in dieser Partie, dass sie in dieser Runde zu den besseren Teams der Landesliga gehören. Von Anfang setzten die Elf von Trainer Hübbe den Gegner unter Druck. Nach wenigen Minuten war Kai Hörsting seinem Gegenspieler fast enteilt, doch im letzten Moment klärte ein Vaihinger Abwehrspieler. Einige Minuten später setzte sich aber Hörsting gegen seinen Gegenspieler im Laufduell glänzend durch und bediente uneigennützig den mitgelaufen Felix Hummel – dieser drückte das Leder in der siebten Spielminute zum 1:0 über die Torlinie. Damit bedankte sich der 20-Jährige bereits nach wenigen Spielminuten für seine Nominierung. Damit erzielte Hummel im vierten Spiel hintereinander zumindest ein Tor. Es war zudem sein sechstes Saisontor und damit ist der Neuzugang von der SGEH aktuell bester Weilheimer Torschütze.
Auch in der Folgezeit waren die Gastgeber das bessere Team, allerdings gab es gegen die gut eingestellte Vaihinger Abwehr nicht immer ein Durchkommen. Es dauerte einige Zeit, ehe sich die Limburgstädter wieder eine gute Einschussmöglichkeit heraus erarbeiten konnten. Nach einem maßgerechten Flankenball von Marcel Mettang wurde Michael Schweizer im Vaihinger Strafraum von SVV-Akteur Markus Löw nur noch zu Boden gerissen und der umsichtig leitende Schiedsrichter Stefan Jenninger zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Dazu sah der Vaihinger Abwehrspieler – er war in dieser Situation letzter Mann – zu Recht die Rote Karte.
Mittlerweile haben die Weilheimer freilich nach einigen verschossenen Elfmetern einen sicheren Schützen gefunden. Defensivspieler Nick Strohmaier verwandelte durch das 2:0 bereits seinen vierten Strafstoß in Folge souverän (32.). Zwei Tore Vorsprung, ein Mann mehr auf dem Platz – was sollte da in der zweiten Halbzeit eigentlich noch passieren? Doch Trainer Hübbe änderte seine Taktik nicht. Auch im zweiten Durchgang wurde aus einer sicheren Defensive heraus gespielt, um die Gäste nicht ins Spiel kommen zu lassen. Was über die gesamte Spielzeit gesehen hervorragend gelang, denn der SV Vaihingen hatte in den 90 Spielminuten nicht eine nennenswerte Einschussmöglichkeit.
Was Vaihingens Trainer Klaus Kämmerer nicht groß wunderte: „Mir haben zwölf Spieler gefehlt. Ich hatte nur zwei Feldspieler auf der Auswechselbank der Dritte, der eingewechselt wurde, war unser Ersatztorwart.“ Dies sollte aber die Weilheimer Leistung nicht schmälern. Die Mannschaft von Alexander Hübbe bewies wieder einmal, dass sie in dieser Saison mit dem Abstieg absolut nichts zu tun haben will. In der Tat verbesserte sich der TSV Weilheim durch diesen verdienten Heimsieg auf sechsten auf den vierten Tabellenplatz.me
TSV Weilheim: Ihring – Strohmaier, Zimmermann, Kirschmann, Heisig – Elsässer, Scaffidi, Mettang, Schweizer (60. Uluköyli), – Hummel (67. Tausch), Hörsting (87. Milosevic).
SV Vaihingen: Müller – M. Löw, Knoll, Simon, Fanelli – Hauner, Bandle (55. Göller) Stark, Merkle (70. Geywitz) - J. Löw, Andretti (86. Milchraum).
Tore: 1:0 Hummel (7.), 2:0 Strohmaier (32., Foulelfmeter)
Rote Karte: M. Löw (32., Notbremse).
Zuschauer: 250.
Schiedsrichter: Stefan Jenninger.
