Kirchheim. Die Erleichterung auf Kirchheimer Seite war groß am vergangenen Wochenende in Freiburg. Der deutliche Sieg im Breisgau nach zuletzt vier Niederlagen ließ die mitgereisten Fans lautstark „Der VfL ist zurück“ skandieren und auch die Mannschaft feierte ausgelassen das vorläufige Ende der Depression. „Das war einer der schönsten und wichtigsten Siege in dieser Saison. Wir haben zwar nicht unsere beste Leistung abgeliefert, dafür aber von Anfang kämpferisch überzeugt“, freute sich Ignjatovic. Besonders stolz konnte er auf einen sein: Center Marcus Smallwood lieferte an diesem Abend eine „überirdische“ Leistung ab und stellte mit einer Effektivität von 50 einen neuen Saisonrekord auf. 37 Punkte, 20 Rebounds und vier Blocks bei einer Trefferquote von 82 Prozent. „Marcus hat uns in der ersten Halbzeit ganz alleine im Spiel gehalten und war von der ersten bis zur letzten Minute einfach sensationell“, so das Lob des Trainers.
Doch ohne Wermutstropfen ging es auch diesmal nicht: Tim Koch musste die Partie mit Verdacht auf einen erneuten Bänderriss vorzeitig beenden. Die ersten Befürchtungen bestätigten sich glücklicherweise nicht. Gut möglich, dass der Nachwuchsspieler schon bald wieder auf dem Feld stehen wird. Am Samstag dürfte sein Einsatz jedoch unwahrscheinlich sein. Dasselbe gilt weiterhin für Sebastian Adeberg, der gegen seinen Ex-Club natürlich auf eine Rückkehr brennt. Trainer und Ärzte sind sich jedoch einig: Der Forward soll erst wieder ins Spielgeschehen eingreifen, wenn er nach einer kompletten Woche Training ohne Schmerzen ist.
Die Personalsituation bleibt also weiter angespannt. Mit dem USC treffen die Kirchheimer auf eine Mannschaft, die nach guter Hinrunde zuletzt selbst erhebliche Probleme hatte. Nach einer ausgeglichenen Bilanz im Januar und dem Trainerwechsel von Torsten Daume zu Marko Simic gab es zuletzt nur noch einen Sieg aus den vergangenen acht Spielen, sodass die Kurpfälzer aus dem gesicherten Mittelfeld in die Abstiegszone rutschten. Drei Spieltage vor Schluss hat Heidelberg durch den Osnabrücker Lizenzentzug jedoch drei Siege Vorsprung auf den Tabellenfünfzehnten Rhöndorf. Den Heidelbergern könnte also der bittere Gang in die Pro B trotz anhaltenden Negativtrends erspart bleiben. Der einzige Sieg in den letzten zwei Monaten hat gleichzeitig aber auch gezeigt, was die Mannschaft zu leisten vermag: Gegen das Topteam aus Chemnitz gab es einen 78:72-Heimsieg.
Auch Knights-Coach Frenkie Ignjatovic sieht Heidelberg weit besser, als es der Tabellenplatz vermuten lässt: „Das Team hat eigentlich das Potenzial für die ersten fünf Plätze in der Liga.“ Dreh- und Angelpunkt beim USC ist der amerikanische Aufbauspieler James Wright. Der Combo-Guard kommt im Schnitt auf 16 Zähler pro Partie und ist damit Topscorer der Heidelberger, die in Björn Schoo (13,7), Jason Bohannon (12,8), Oliver Komarek (12,1) und Greg Baker (10,6) vier weitere Spieler im zweistelligen Punktebereich im Aufgebot haben. Dazu kommen der reboundstarke Flügelspieler Leonard Mendez (9,9), Point Guard Kai Barth (6,0), Center Nathan Montgomery (4,2), Eigengewächs Danilo Barthel (3,0) und Dreierspezialist Jan-Peter Prasuhn (2,2).
„In unserer momentanen Personalsituation gehen wir als Außenseiter ins Spiel. Gerade wenn man sich die Centergarde der Heidelberger anschaut, sind wir klar unterlegen“, sagt der Coach. Von seiner Mannschaft erwartet er, dass sie die zuletzt hohe Fehlerquote reduziert. „Da waren wir gerade in den letzten Heimspielen viel zu nachlässig.“
Tickets fürs morgige Spiel sind wie immer erhältlich an den bekannten Vorverkaufsstellen Auto Schmauder, Modehaus Bantlin, Möbel König und Intersport Räpple sowie im Knights-Büro und ab 18 Uhr an der Abendkasse.
