Sportschießen
Perfektes Comeback von Robin Walter

Robin Walter vom TSV Ötlingen verteidigt seinen DM-Titel mit der 10-Meter-Luftpistole.

Alter und neuer deutscher Meister: Robin Walter Foto: DSB

Sportschütze Robin Walter hat ein eindrucksvolles Comeback gefeiert. Nach einem halben Jahr Wettkampfpause, bedingt durch sein Informatikstudium am Campus Esslingen und wegen einer inzwischen auskurierten Handverletzung, verteidigte der 24-jährige „Pistolero“ vom TSV Ötlingen in München seinen im Vorjahr errungenen deutschen Meistertitel mit der 10-Meter-Luftpistole. Im Finale der besten Acht gewann er das Duell um Gold mit 240,6:240,1 Ringen gegen Christian Reitz (Kriftel). Der Kollege aus der Nationalmannschaft schöpfte nach einer 10,7 im letzten Schuss noch einmal Hoffnung. Doch Walter konterte mit einer 10,4 und machte den Titel fix.

„Ich war mir sicher, vorne dabei zu sein, aber welche Farbe die Medaille haben würde, wusste ich nicht“, meinte der Sieger. Auf dem Weg ins Finale hatte er mit 60 Schuss überragende 586 von 600 möglichen Ringen vorgelegt (Reitz 584). Bescheiden wie immer seine Reaktion zum gelungenen Comeback: „Ganz ordentlich“. Senior-Schützenchef Joachim Poppek vom TSV gratulierte vor Ort: „Robin hat alles richtig gemacht.“

Bei den Mannschaften war die Reihenfolge umgekehrt. Mit Reitz schnappte sich der SV Kriftel (1723 Ringe) den Meistertitel, mit Walter als Gastschütze wurde der SV Hambüchen (1716) Vizemeister.

Mannschafts-Bronze im Dreistellungskampf hinter „Der Bund“ Allach (1762 Ringe) und Dynamit Fürth (1754) gewannen die Kleinkaliber-Schützen des SV Neidlingen (1751) mit dem Trio Max Braun (588), Colin Fix (587) und Bernd Fränkle (576). Im Einzelwettbewerb verpasste Braun wegen einer 7 das Finale, das Maximilian Ulbrich (Bayern) für sich entschied, und musste sich mit Rang vier begnügen.

Strbac auf Platz 22

Einen gebrauchten Tag erwischte Marijana Matea Strbac vom TSV Ötlingen mit der Luftpistole. Die Überraschungs-Meisterin des Vorjahrs musste sich diesmal mit für sie bescheidenen 557 Ringen und Rang 22 begnügen. Dafür freute sie sich mit Juniorin Amelie Vogler über den vierten Platz im Vorkampf und Finalplatz sechs unter 106 Starterinnen.