Handball-Bezirksliga: Vor dem letzten Spieltag gibt‘s erste Wechselspielchen
Personalkarussell dreht sich

Nachdem die Saison für die Teckverteter in der Handballbezirksliga so gut wie gelaufen ist, sorgen vor allem personelle Veränderungen für Schlagzeilen. Beim TSV Weilheim herrscht vor dem letzten Spieltag bereits ein munteres ­Kommen und Gehen.

Weilheim/Lenningen/Owen. Im letzten Saisonspiel treffen die Ballwerfer aus Weilheim auf den TV Echterdingen. Nachdem der TSV beim schon sicheren Meister aus Reichenbach doch noch einen Auswärtssieg verbuchen konnte, begrüßt man nun den Aufsteiger zum letzten Spiel der Bezirksligasaison 2010/11. Dieser rangiert nach einer beachtlichen Saison aktuell auf Platz vier der Tabelle, zwei Punkte vor den Weilheimern. Bereits das Auswärtsspiel in der Hinrunde verbuchte das Team von Trainer Blum für sich und zeigte damals vor allem mit spielerischer Disziplin den Echterdingern die Grenzen auf. Und das soll sich beim Heimspiel nun auch nicht ändern. Der Kader meldet sich zum zweiten Punktspiel in der neuen Lindachsporthalle uneingeschränkt einsatzbereit. Lediglich Fabian Zettl laboriert an einer Sprunggelenksverletzung, wird aber aller Voraussicht nach einsetzbar sein.

Benötigt wird aber auch jeder Mann, will man im neuen „Schmuckkästchen“ Lindachhalle die Erfolgsgeschichte aus dem Eröffnungsspiel fortsetzen. Zudem winkt bei einem Sieg noch ein tabellarischer Schritt nach oben, da man dann punktgleich mit Echterdingen, aber im direkten Vergleich besser wäre. Für die SG Lenningen wird es zwar nicht mehr reichen, aber ein fünfter Platz in der Endabrechnung wäre ein zusätzli­ches positives Zeichen und ein versöhnlicher Saisonabschluss.

Viel weitreichender als ein Saisonabschluss wird dieses Spiel wohl für so manchen Akteur werden. Während Björn Bachofer voraussichtlich studienbedingt pausieren wird, Heiko Binder nur noch als Notnagel zur Verfügung stehen will, hat Michael Reh­kugler seinen definitiven Abschied von der aktiven Handballbühne erklärt. Damit tritt eine weit über die Bezirksgrenzen hinweg bekannte Größe zwischen den Pfosten ab und beendet eine vorbildliche Handballlaufbahn. Wer „Kugel“ kennt, weiß, dass er dies sicher nur sehr ungern mit einer Niederlage tun wird.

Eine fast runderneuerte SG Lenningen hat ihr Saisonziel erreicht und kann im letzten Spiel in Ebersbach noch auf den dritten Platz vorstoßen. Voraussetzung wäre ein Sieg bei einer gleichzeitigen Niederlage von Echterdingen. Lenningen hat eine exzellente Rückrunde gespielt und Co-Trainer Jochen Renz hat mehrmals seinen Chef Klaus Wöller bestens vertreten. Dieser sagt auch vor dem letzten Spiel: „Ich verliere ungern. Warum sollen wir nicht noch einmal die gute Leistung wie gegen TuS Stuttgart wiederholen“.

Mit dabei ist wieder Jan Lamparter. Und auch der SG-Hoffnungsträger Peter Bächle steht erneut im Kader. Auf ihn setzt Klaus Wöller: „Der Junge hat Potenzial“, um sogleich in die nächste Saison zu blicken, „wenn er da bei der Vorbereitung mitzieht, ist er ein großer Gewinn für die SG“. Aber Ebersbach/Bünzwangen ist keine Laufkundschaft. Die HSG verfügt über den drittbesten Angriff der Liga. Der 31:21-Sieg gegen Uhingen/Holzhausen bestätigt dies. Spielbeginn ist heute um 20 Uhr in der Raichbergsporthalle Ebersbach.

Der TSV Owen II steht am letzten Spieltag vor einer hohen Hürde. Die Teckstädter müssen beim Tabellenzweiten SV Vaihingen antreten. Entgegen der Erwartungen verloren die Gastgeber am vergangenen Wochenende überraschend beim TV Echterdingen und brachten somit nochmals Spannung in das Rennen um den Relegationsplatz zur Landesliga. Somit geht es in dieser Partie mitnichten nur um die „Goldene Ananas“. Die Gelbhemden haben bereits im Hinspiel den haushohen Favoriten lange Zeit dominiert und am Ende nur knapp verloren. Owens Trainer Jochen Bader fordert von seinen Mannen vollen Einsatz und vor allem Rehabilitation für die deutliche Niederlage vor 14 Tagen in Ebersbach. Eben jene Ebersbacher müssen nun auf Schützenhilfe aus dem Owener Lager hoffen, um noch auf den begehrten zweiten Tabellenrang zu klettern. Doch Vaihingen ist zu Hause eine Macht. Seit Jahren haben die Gastgeber kaum ein Spiel in heimi­scher Halle abgegeben.

Zudem plagen die Owener einige Sorgen. Routinier Lars Kirchner kann nach einer Kiefer-OP nicht eingreifen, und Kapitän Johannes Martin musste das Abschlusstraining am Donnerstag frühzeitig abbrechen. Ein Einsatz ist ebenfalls stark gefährdet. „Wir werden trotzdem bis zur letzen Sekunde kämpfen“, so Kreisläufer Dominik Klett.

Für Klett und Mittelmann Dotschkal ist es zugleich die vorerst letzte Partie im Owener Dress. Beide konnten einer lukrativen Offerte des Nachbarn TSV Weilheim nicht widerstehen und werden zukünftig für die Limburgstädter in der Bezirksliga zum Ball greifen. Spielbeginn ist heute um 20 Uhr in der Sporthalle in Stuttgart-Vaihingen.tk/döl/jb