VfL schließt das Kapitel Landesliga mit einer schmeichelhaften 31:33-Heimniederlage
Pfullingen knipst das Licht aus

War‘s das? Die Chancen des VfL Kirchheim auf den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga existieren nach der 31:33-Heimniederlage gegen den VfL Pfullingen II nur noch in der Theorie.

Kirchheim. Ein erschreckend schwacher Beginn, haarsträubende Fehler in der Abwehr und ein Gegner, der nach Belieben schalten und walten konnte. Es war ernüchternd, was die hoffnungsfrohen Zuschauer in der Walter-Jacob-Halle von ihrer Mannschaft zu sehen bekamen. So spielt kein Team, das in der Landesliga bleiben will. 2:10 lag der VfL nach nur wenigen Minuten in eigener Halle zurück. Kein Funke Kampfgeist, der Tabellendrittletzte aus Kirchheim schien sich ohne Gegenwehr in sein Schicksal zu fügen.

Es wurde besser. Bis zur Halbzeitpause hielt der VfL den Schaden in Grenzen. Es stand 12:18. Viele Zuschauer hofften nun auf eine Kirchheimer Aufholjagd. Doch sie wurden bitter enttäuscht. Zwar verkürzten die Gastgeber sofort nach Wiederanpfiff auf 13:18, doch kurze Zeit später stand es 15:28 und der VfL lag wieder mit acht Treffern zurück. Der Mannschaft war der Wille nun durchaus anzumerken, doch an diesem Tag wollte einfach nichts gelingen. Leichtfertige Ballverluste im Angriff bestraften die vier Plätze besser platzierten Pfullinger mit schnellen Toren. Die Aktionen der Kirchheimer überhastet und in der Abwehr viel zu harmlos. Wenn doch hingelangt wurde, dann hatte dies meist sofort Zeitstrafen zur Folge. Die Oberligareserve aus Pfullingen hatte keinerlei Mühe, zum Torerfolg zu kommen.

Dennoch schafften es die Blauen irgendwie, heranzukommen. Nach 50 Minuten stand es plötzlich nur noch 26:29. Doch die abgezockten Gäste wussten auch diese Situation zu meistern. Zwar sah es nach dem 31:33 am Ende nach einer knappen Entscheidung aus, doch der Sieg der Gäste war nie wirklich in Gefahr. Nach dem Schlusspfiff wusste wohl jeder in der Halle, was die Stunde geschlagen hatte. Das Kapitel Landesliga dürfte bei noch vier ausstehenden Spielen für den VfL wohl geschlossen sein. Für die Kirchheimer geht es jetzt um einen würdigen Abschied. Das ist man alleine schon dem treuen Anhang schuldig.tb/jm

VfL Kirchheim: Pisch, Osswald, Eisnebeil – Latzel (9), S.Smetak (2), M. Mikolaj (12/11), F. Smetak (2), J. Mikolaj, Späth, Krempler (1), Castello (2), Keller (1), Rudolph (2), Kuchenbaur

VfL Pfullingen II: Buck, Stoll – List (10/3), Müller (2), Lehmann (4), Finkbohner (2), Kurrle (1), Mager (2), Fesser, Haug (6), Hertwig (6/4)