Fußball-Bezirksligist SGEH gibt sich im Abstiegskampf keinen Illusionen hin
Plan B für A-Liga

Noch elf Mal hat Fußball-Bezirksligist SGEH die Möglichkeit, die für den Klassenerhalt nötigen Punkte zu holen. Die erste Chance gibt‘s für die abstiegsbedrohten Älbler am Sonntag beim FV 09 Nürtingen – ein schwerer Job, zumal die Nürtinger noch mit dem Aufstiegsrelegationsplatz liebäugeln.

Erkenbrechtsweiler. Neun Punkte wollte die SGEH eigentlich aus den ersten fünf Spielen nach der Winterpause holen – nachdem es nur vier geworden sind, ist Ernüchterung auf der Berghalbinsel eingekehrt. Vor allem die 1:5-Heimniederlage vergangenes Wochenende gegen den TSV Berkheim nagt am Nervenkostüm der Verantwortlichen. „Dieses Spiel hätten wir nicht verlieren müssen“, klagt SGEH-Trainer Georgios Karatailidis, der sich ob der in den ­vergangenen Wochen gesunkenen Chancen im Abstiegskampf keinen Illusionen hingibt: Elf Punkte Rückstand aufs rettende Ufer und sieben auf den Relegationsplatz sprechen eine deutliche Sprache. „Wenn man es realistisch betrachtet, wird es verdammt schwer, den Abstieg noch zu verhindern. Wir planen mittlerweile schon für die Kreisliga A“, sagt der SGEH-Coach, der am Sonntag aus privaten Gründen verhindert ist und durch den spielenden Co-Trainer Zvonimir Sokcevic ersetzt wird. Bei einer weiterten Niederlagen droht elf Spieltage vor Saisonende der Absturz auf den letzten Tabellenplatz – sofern Schlusslicht VfB Oberess­lingen/Zell am Sonntag beim SV Göppingen II gewinnen sollte.

Die Oberesslinger sind die Mannschaft der Stunde im Abstiegskampf. In den bisherigen fünf Begegnungen in diesem Jahr konnte die Mannschaft von Trainer Avdo Smaijic dank eines Torverhältnisses von 20:6 bereits zehn Punkte holen. Sollte am Sonntag im Abstiegsduell beim Tabellenviertzehnten SV Göppingen II ein Sieg gelingen, kann der VfB erstmals seit dem dritten Spieltag wieder die rote Laterne abgeben. Die beiden anderen Abstiegskandidaten, der TSV Grötzingen (15./gegen den Tabellenfünften FC Donzdorf) und der TSV Wendlingen (13./im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten FC Eislingen) stehen derweil vor ähnlich schweren Aufgaben wie die SGEH.

Seit dem achten Spieltag steht der TSV Deizisau an der Tabellenspitze und dreht dort einsam seine Kreise. Mittlerweile hat die Elf von Trainer Tonio Pepe ihren Vorsprung auf den Tabellenzweiten FC Eislingen auf 15 Punkte ausgebaut. Darum bezweifelt kaum jemand mehr, dass die Neckarstädter nach nur einem Jahr Abstinenz in die Landesliga zurückkehren werden. Im anstehenden Heimspiel gegen den FV Neuhausen ist der ehemalige Landesligist wieder einmal mehr in der Favoritenrolle.

Für die bisher größte Überraschung sorgt im bisherigen Saisonverlauf zweifelsfrei der SC Altbach. Nach 21 Spieltagen hat der Aufsteiger, in dessen Jugendabteilung Ex-Nationalspieler Serdar Tasci das Kicken lernte, nun die Chance, zum ersten Mal in dieser Runde auf den zweiten Tabellenplatz zu klettern. Vorausgesetzt ist ein Sieg im Verfolgerduell beim Tabellensechsten TSV Berkheim und dass der 1. FC Eislingen sein Spiel in Wendlingen nicht gewinnt.kdl