Haase-Sieben fehlt Einstellung und die Mittel
Pomadige Owener in Heiningen abgestraft

Die Befürchtungen des Trainers haben sich bewahrheitet: Nach einer völlig indiskutablen Mannschaftsleistung verloren die Handballer des TSV Owen das Landesliga-Duell beim TSV Heiningen II verdient mit 27:35 (12:21).

Heiningen. Bereits unter der Woche demonstrierten die Gelbhemden aus Owen eine seltsame Gelassenheit im Training. „Dafür gab es nun die berechtigte Quittung“, ärgerte sich TSV-Trainer Manfred Haase nach der Partie am Samstag. Die Klatsche nach zwei erfolgreichen Spielen tut doppelt weh, weil Abstiegskonkurrent Heiningen damit nun wieder in Schlagdistanz ist. Mit einem Sieg hätte sich der TSV deutlicher absetzen können.

Die Partie begann für Owen denn auch, wie sie hätte schlechter nicht beginnen können: Die Abwehr löchrig, im Angriff von Laufbereitschaft und Einsatzwille keine Spur. Heiningen hatte gegen pomadig wirkende Gäste leichtes Spiel. In den ersten 20 Minuten zogen die Staren auf 16:8 davon. Auch die sonst so sicheren Owener Torhüter bekamen am Samstag kaum einen Ball zu fassen. Auf der Gegenseite hatte der 45-jährige Simon Graf im Tor der Gastgeber mit den unvorbereiteten Würfen der Teckstädter kaum Probleme.

Beim Stand von 21:12 für Heiningen war die Entscheidung praktisch schon im ersten Spielabschnitt gefallen. Haase versuchte seine Mannschaft in der Kabine nochmals wachzurütteln. Doch auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich keine Veränderung im Owener Spiel. Heiningen kam weiterhin zu einfachen Toren. Als kurz nach Wiederbeginn auch noch Owens Spielmacher Janick Lehmann nach der dritten Zeitstrafe vom Platz musste, war endgültig klar, welchen Verlauf die restliche Partie nehmen würde. Heiningen hielt den Abstand weiter bei deutlichen neun Toren. Knapp 20 Minuten vor Spielende war die endgültige Entscheidung gefallen. Owen kam zwar zwischenzeitlich noch einmal auf sechs Tore heran, doch mehr war nicht drin.

Der 35:28 Heimerfolg für die nun wieder näher gerückten Heininger war auch in dieser Höhe vollkommen verdient. Damit spricht nun auch der am Ende vielleicht entscheidende direkte Vergleich zu Gunsten der Heininger. Für den TSV Owen heißt es in den nächsten 14 Tagen nun, neue Kraft zu tanken und eine konzentrierte Vorbereitung auf das Spiel gegen die SG Schorndorf zu bestreiten. Vor allem was die Einsatzbereitschaft und die Leidenschaft angeht, hat die Mannschaft von Manfred Haase gehörigen Nachholbedarf. Die Luft unter der Teck wird wieder dünner. Vielleicht kommt Schorndorf dann gerade rechtzeitig, denn gegen die SG sahen die Gelbhemden meist gut aus. Im Anschluss an diese Partie stehen mit dem SKV Unterensingen, dem TV Reichenbach und dem TSV Schmiden II Vergleiche mit drei Topteams auf dem Programm.jb

TSV Owen: Langlinderer, Raichle, Mosca (2), Lehmann (1), Dunkel (2), Schmid (6), Krüger (1), Meissner (1), Sigel (6/1), Jauss (1), Büchele (5), Bauer (3).

TSV Heiningen II: S. Graf, Ortwein – Traub, Lorenz (8), Weber (3/1), Frey (3), Müller, Zöller (9),Schrag (6), Heim, Wörner (1), Haist (2), Spörle (3), Tom .

Schiedsrichter: Thürmer / Reiner (TV Mundelsheim).