Basketball-Oberliga: VfL will beim Tabellendritten in Reutlingen eine gute Figur abgeben
Positiven Trend fortsetzen

Zu einem Topteam der Oberliga müssen die VfL-Basketballer am heutigen Samstag um 20 Uhr: Die TSG Reutlingen hat die ­letzten drei Spiele gewonnen.

Kirchheim. Die große Frage aus Kirchheimer Sicht vor diesem Oberligaspiel lautet: Wie kommen die jungen Wilden mit den „großen Drei“ der TSG zurecht? Kaum ein Team in dieser Liga verfügt schließlich über solche Routiniers: Georgios Tsuknidis (35) hat in Kirchheim lange Jahre Regionalliga gespielt, gilt als extrem abgezockt und verfügt immer noch über einen hervorragenden Distanzwurf. Philipp Wildermuth (33) stammt aus Ludwigsburg, war dort 2003/04 im Erstligakader und hat danach in der 2. Liga in Crailsheim gespielt. Mit 22,8 Punkten steht er auf Platz vier der Oberliga. Matthias Michelmann (35) gilt als mindestens so abgezockt wie Tsuknidis und räumt unter dem Korb immer noch kräftig auf.

Das hat in den ersten beiden Saisonspielen in Göppingen (70:71) und gegen Derendingen (79:93) noch nicht so richtig geklappt, seitdem aber läuft es immer besser für die Reutlinger: In Böblingen gelang mit dem 90:81 der erste Sieg, anschließend wurde Rottenburg 66:62 bezwungen und wie erwartet, locker in Konstanz 90:49 gewonnen.

Der Favorit am heutigen Samstag in der TSG-Sporthalle steht also fest, normalerweise geht es für den Tabellenletzten aus Kirchheim nur darum, eine gute Figur abzugeben. So kann man auch die Worte von Coach Pasko Tomic interpretieren: „Wir haben in den vergangenen beiden Spielen einen positiven Trend gezeigt, den wollen wir fortsetzen.“

Unter der Woche gab es allerdings kleinere Probleme: Matti Beck (krank) und Jan Reichmuth (verletzt) konnten ebenso wenig trainieren wie die studienbedingt verhinderten Cveti Bozic und Chris Schraml, natürlich war auch der Neu-Urspringer Constantin Munz nicht beim Team. Er fehlte auch beim Abschlusstraining am gestrigen Freitagabend – schließlich stieg zur selben Zeit das große NBBL-Derby in Ludwigsburg.

Tomic hat denn auch nicht unbedingt den ersten Sieg als Ziel ausgegeben, sondern ein Detail: „Wir müssen jetzt anfangen die leichten Ballverluste zu vermeiden, etwas vorsichtiger spielen. Wann uns das gelingt, muss man sehen.“ Der Coach hat aber auch gemerkt, dass der Ehrgeiz seines Teams nach der doch knappen 66:72-Niederlage gegen Söflingen am vergangenen Sonntag weiter angestachelt wurde. Also sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis endlich der erste Sieg eingefahren wird. Vielleicht noch nicht am Samstag beim Tabellendritten, aber möglicherweise anschließend gegen die Mittelfeld-Teams ESV Rot-Weiß Stuttgart oder SV Holzgerlingen (beide 2:3 Siege) oder dann am 8. Dezember gegen den derzeitigen Drittletzten NSU Neckarsulm (1:4)ut

VfL Kirchheim: Beck, Bozic, Eberle, Gligoric, Gritschke, Kiriakidis, Munz, Reichmuth, Reza, Schlipf, Schraml, Wanzke