Kreisliga A: Spielfreier Spitzenreiter hofft, dass SFD gegen den TSV Holzmaden stolpert
Profitiert SGEH von Dettinger Personalnot?

Der verlustpunktfreie und unangefochtene Spitzenreiter der Kreisliga A 2, SGEH, darf am Wochenende pausieren und kann sich in Ruhe anschauen, was die Konkurrenz so zu bieten hat und wie sie sich womöglich gegenseitig die Punkte abnimmt. Gefordert ist hier vor allem der Tabellenzweite SF Dettingen, für den es am Sonntag gegen den TSV Holzmaden ein Wiedersehen der besonderen Art gibt.

Kirchheim. Der Bezirksligaabsteiger von der Teck will bis zur Winterpause am Primus von der Albkante dranbleiben, muss dieses Unterfangen allerdings auf lange Sicht mit dezimiertem Personal betreiben.

Das jüngste 1:1 beim TSV Weilheim II bedeutete eher zwei Verlustpunkte als einen gewonnenen Zähler. SFD-Coach Oliver Klinglers Kommentar hierzu: „Wir waren eigentlich die bessere Mannschaft und hatten genügend Torchancen, den Sack vor dem unglücklichen Freistoß, der zum Ausgleich führte, zuzumachen.“

Zwei Klassen trennten die Gegner noch vergangene Saison, am Sonntag kommt es nach langer Zeit wieder zum Prestigederby zwischen den SF Dettingen und dem TSV Holzmaden. Klingler: „Mit der schweren Verletzung von Alexander Hummel, der sich vergangenen Sonntag Schien- und Wadenbein in Weilheim gebrochen hat, kommen wir personell endgültig auf dem Zahnfleisch daher.“ Christoph Guljas, Joachim Weber und Dino Scroppo sind ebenfalls langzeitverletzt, Roland Schumacher und Nico Filios haben Probleme, Maximilian Freiberger, Jens Starkert sowie Keeper Alexander Kourtidis fallen ebenso aus. „Dennoch wollen wir bis zur Winterpause kein Spiel mehr verlieren, um an der SGEH dranzubleiben“, fordert Klingler.

Im Holzmadener Lager dreht sich vor dieser Partie alles um die Person Heiko Blumauer. Schließlich war der neue Holzmadener Coach 15 lange Jahre als Trainer in Dettingen tätig, hat mit Heiko Blocher in der Bezirksliga gespielt und kennt die Jungs in- und auswendig. Auch kommt er mit dem neuen Dettinger Trainer Oliver Klingler gut aus. „Das wird alles nur hochgekocht. Ich habe noch viele Freundschaften dort, doch das zählt erst nach dem Spiel. Wenn wir so spielen wie gegen die starken Neuffener letzten Sonntag beim 3:2, sehe ich uns in Dettingen nicht chancenlos, doch Simon Kunfalvi und Mirko Bruschat werden definitiv ausfallen“, so Blumauer.

Im Konzert der Großen dabei bleiben will auch der TSV Jesingen, aktuell Tabellenvierter. Zuletzt zeigte die Formkurve dank entspannter Personallage weiter nach oben. Will man in den Lehenäckern auch in den kommenden Wochen SGEH-Verfolger bleiben, sollte übermorgen beim TSV Raidwangen gepunktet werden, möglichst dreifach. Die Ergebnisse aus den vergangenen Jahren gegen den TSV Raidwangen belegen jedoch eher eine Negativbilanz. Dennoch gibt TSVJ-Coach Marc Augustin vor der Fahrt an die Großbettlinger Straße Folgendes zu Protokoll: „Es wird Zeit für Auswärtspunkte. Das Selbstvertrauen ist nach neun Punkten aus vier Spielen da, wird sind gut drauf und wollen dort unbedingt gewinnen, auch wenn wir gegen Raidwangen zuletzt nicht gut ausgesehen haben.“

Einen Höhenflug sondergleichen erlebt die TG Kirchheim dieser Tage. Vor allem das jüngste 10:0 gegen keineswegs schwache Beurener war äußerst beeindruckend. „Schade nur, dass wir letzten Sonntag von der Spielpause gestoppt wurden. Zurzeit sind meine Jungs ehrlich super drauf. Wir kombinieren derartig gut, dass die Zuschauerzahlen vor allem in der Englischen Woche vor der Spielpause drastisch gestiegen sind“, schwärmt TGK-Coach Goran Popovic im Anflug der Euphorie von seiner Truppe. Fehlen wird ihm am Sonntag gegen den TSV Grafenberg Benjamin Matic, für den er selbst die Kickstiefel schnürt.

Zum Verfolgerduell kommt es auf dem Altdorfer Wasen, wo sich der TSV Altdorf als Aufsteiger bisher als unbequemer Gegner für die Konkurrenz herausgestellt hat. Nach der ersten Niederlage des TSVA vergangenen Sonntag in Jesingen hofft nun der TSV Weilheim II dort auf die drei Punkte, um einen Verfolger abschütteln zu können.

Zum Aufsteigerduell kommt es am Waldeck, wo B 4-Meister TV Bempflingen B 6-Meister TV Unterlenningen empfängt. Ob Schlusslicht TVU ausgerechnet beim heimstarken TVB nach den jüngsten Personalturbulenzen um Marc Mayer und Manfred Traumüller zum ersten Saisonsieg kommt, darf bezweifelt werden.

Am Spadelsberg schließlich kommt‘s zum Evergreen zwischen dem VfB Neuffen und TSV Beuren.