Fußball-Landesliga: TSV Weilheim peilt 14. Spiel ohne Niederlage an – VfL: „Seuche an den Füßen“
Punktewunsch hier, Personalnot da

Nach dem zweiten Rückrunden-Spieltag am Wochenende fällt die Fußball-Landesliga in den Winterschlaf. Alle 16 Mannschaften wollen mit dem guten Gefühl eines Erfolgserlebnisses in die lange Pause gehen, bevor am 9. März auf allen Plätzen der Ball wieder rollt. Danach streben auch die beiden Teckvereine VfL Kirchheim am Samstag gegen den SV Ebersbach und der TSV Weilheim am Sonntag beim TV Echterdingen.

Weilheim/Kirchheim. „Egal wie das Spiel ausgeht, wir haben trotzdem ein gutes Gefühl“, versichert Weilheims Trainer Alexander Hübbe. Kein Wunder, der TSV blieb in den letzten 13 Spielen ohne Niederlage, erzielte die meisten Tore (47) und kassierte die wenigsten Gegentreffer (15), hat sich damit als Tabellenzweiter mit nur zwei Punkten Rückstand auf Essingen zu einem Mitfavoriten auf den Aufstieg gemausert. Hübbe macht das positive Empfinden aber nicht nur an Zahlen fest: „Man merkt, dass die Mannschaft eine gute Entwicklung genommen hat. Die Jungs passen gut zusammen und möchten jetzt mehr.“ Überraschend kam dieser Aufwärtstrend nicht. „Wir wussten, dass wir eine gute Mannschaft haben“, sagt Co-Trainer Danell Stumpe. „Aber inzwischen weiß ich auch: Wir haben eine sehr gute Mannschaft, die vorne dranbleiben wird. Jetzt möchten wir uns am Sonntag in Echterdingen noch drei Punkte unter den Weihnachtsbaum legen.“

Das wird kein Selbstläufer. Die Echterdinger sind „echte Dinger“, bei denen der Gegner nie so recht weiß, woran er ist. Nach vier Niederlagen hintereinander folgte ein erstaunliches 4:1 gegen Dorfmerkingen, zuletzt ein 1:1 in Waldstetten für die Truppe um den ehemaligen VfL-Spieler Marcel Helber. Folgerichtig steht der TV mit sieben Siegen und sieben Niederlagen im Niemandsland der Tabelle. Beobachter führen den jüngsten Aufschwung darauf zurück, dass Timo Seiler suspendiert worden ist. Er galt als Störenfried innerhalb der Mannschaft. Erst recht, nachdem er kürzlich gegen Heiningen seinem Gegenspieler Moritz Möller mit einem Ellbogenschlag einen doppelten Kieferbruch zugefügt hatte.

Bis auf die Langzeitverletzten kann Hübbe auf sein bewährtes Team zurückgreifen. Zusätzlich steht ihm Nick Strohmaier wieder zur Verfügung. Die zweiwöchige Sperre des Innenverteidigers nach seiner Roten Karte in Kirchheim ist abgelaufen. Dagegen muss sein damaliger Widersacher Daniel Cisternino vom VfL Kirchheim noch zwei Spiele abbrummen. Er hatte schon zu Saisonbeginn gegen Köngen Rot gesehen und gilt damit als Wiederholungstäter.

Bitter für die Blauen, die ohnehin große Personalsorgen plagen. Fatih Özkaraman sitzt seit dem Weilimdorf-Spiel ebenfalls noch auf der Strafbank. Beim 1:1 vergangenen Samstag in Köngen verletzten sich Nebih Kadrija, Yasin Bozkurz, Adnan Sagir und Nick Köber. Fraglich, wer gegen Ebersbach wieder einsatzfähig ist. „Wir haben die Seuche an den Füßen. Schlimmer geht es nicht“, stöhnt der Sportliche Leiter Norbert Krumm.

Der SV Ebersbach kommt mit breiter Brust. Nach vier Siegen hintereinander haben die Filstäler wieder Anschluss an die Spitzengruppe gefunden, was sie vor allem einem Mann zu verdanken haben: Tarik Serour, der fleischgewordenen Tormaschine. Zehn Treffer in den letzten vier Spielen, 21 insgesamt – damit rangiert er in der Torschützenliste der Liga knapp hinter Stani Bergheim vom TSV Essingen (22). Zum Vergleich: Die besten Weilheimer Torschützen sind Ferdi Er mit zehn und Kai Hörsting mit neun Toren. Beim VfL führt Mittelfeldmotor Nebih Kad­rija mit sechs Treffern die Liste an.

Der VfL möchte das kleine Derby am morgigen Samstag unbedingt im Stadion an der Jesinger Allee austragen. Bei Regenwetter erhofft er sich dort Mehreinnahmen, weil die Zuschauer im Gegensatz zum Kunstrasenplatz über der Lindach ein Dach über dem Kopf hätten. Das letzte Wort hat die Platzkommission.