Heidelberg. Ein Rückfall in alte Zeiten. Eine katastrophale Verteidigung war wieder einmal der Hauptgrund der ebenso deutlichen wie verdienten Niederlage. Topscorer auf Seiten der Hausherren war Devin White mit 27 Punkten, acht Rebounds und sechs Assists. Auf Seiten der Knights verbuchte Chris Alexander 19 Punkte.
Mit einem Sieg in Heidelberg wollte man bei den Kirchheimern endgültig für Ruhe vor Weihnachten sorgen. Doch es ging schon schlecht los. 7:0 lautete die Heidelberger Führung nach wenigen Minuten. Die Knights, die mit Radi Tomasevic, Chris Alexander, Tim Burnette, Dominik Schneider und Cooper Land starteten, kamen nur stockend ins Rollen. Nach dem Ausgleich durch Punkte von Land und Burnette sah man im ersten Viertel keines der beiden Teams im Vorteil.
Die Heidelberger starteten ins zweite Viertel besser, führten schnell mit zehn Punkten. Die mitgereisten Knights-Fans hofften auf eine Reaktion ihres Teams, doch diese kam nicht. In der Offensive ging fast nichts mehr und in der Defensive klafften nun immer deutlicher die Lücken. Mit 36:50 ging es in die Kabinen.
Dann kurzzeitig Hoffnung: Ein Dreier von Burnette eröffnete die zweite Spielhälfte. War dies der Startschuss zur Aufholjagd? Leider nein. Sechs Heidelberger Punkte in Folge waren die Antwort. White und Kuhn waren in der Defensive nicht in den Griff zu bekommen. Der Rückstand wuchs und betrug am Ende des Viertels 25 Punkte (75:50). Besonders erschreckend: Nur drei Heidelberger Spieler punkteten im dritten Viertel. Diese drei erzielten jedoch 25 Punkte.
Das Spiel war damit bereits verloren. Die Knights versuchten noch einmal über den Kampf ins Spiel zu kommen, doch Heidelberg war an diesem Abend nicht zu schlagen. Ermutigt durch die glänzende Vorstellung der ersten drei Viertel, fanden nun auch schwierige Würfe ihr Ziel. 93:62 lautete die höchste Führung der Heidelberger, die nun einen Gang zurückschalteten.
„Ich hatte eigentlich gedacht, dass der Sieg gegen Düsseldorf der Befreiungsschlag gewesen sei, doch diese ups and downs verfolgen uns schon das ganze Jahr. Uns fehlt ein richtiger Leader“, sagte ein sichtlich enttäuschter Kirchheimer Trainer Ignjatovic der auch gleich ankündigte: „Wir werden dieses Jahr eine andere Art der Weihnachtszeit verbringen. Wenn man die ganze Woche trainiert und das dann nicht umgesetzt wird, grenzt das an Arbeitsverweigerung“, so der Trainer. Sein Gegenüber Garbelotto zeigte sich sehr erfreut über den Sieg: „Nach den vier verlorenen Spielen zuletzt war dies ein ganz wichtiger Sieg für uns. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“
Für die Knights gilt es nun, das Spiel schnell aus den Köpfen zu bekommen. Die wohl schlechteste Saisonleistung dürfte dennoch die Mannschaft beschäftigen. Aber es bleibt keine Zeit zum Verschnaufen. Am kommenden Samstag erwarten die Teckstädter mit der BG Göttingen den Tabellenführer, der Cuxhaven am Wochenende klar bezwang.
Dennoch verspricht Trainer Frenkie Ignjatovic ein anderes Auftreten seiner Mannschaft: „Wir haben genug Charakter, um uns gegen Göttingen erfolgreich zu wehren. Wir werden dort eine andere Vorstellung abliefern.“ Für Highlights ist auch abseits des Spielfelds gesorgt. Die alljährliche Tombola findet zum Weihnachtsspiel in der Sporthalle Stadtmitte statt. Die Knights hoffen dabei auf eine volle Halle. Spielbeginn der Partie ist wie immer um 19.30 Uhr.
