Kirchheims neuer Trainer kommt vom Bezirksligisten TSV Plattenhardt
Ralf Rueff wird VfL-Coach

Die Katze ist aus dem Sack: Ralf Rueff wird neuer Trainer von Fußballverbandsligist VfL Kirchheim. Der 44-Jährige, der bis 2011 beim TSV Köngen tätig war, betreute zuletzt seinen vom Abstieg aus der Bezirksliga bedrohten Heimatverein TSV Plattenhardt. Offizieller Arbeitsbeginn an der Jesinger Allee wird am Montag sein.

Kirchheim. Zwei Vereine prägen bisher die sportliche Vita von Ralf Rueff: Die Stuttgarter Kickers und der TSV Plattenhardt. Für den Verein seines Wohnorts auf den Fildern war er von 1996 bis 2003 als Spielertrainer tätig, ehe ihn sein Weg über Calcio Lein­felden-Echterdingen und den FC Eislingen zum TSV Köngen führte, den er 2011 zur Vizemeisterschaft in der Bezirksliga und über die Relegation in die Landesliga führte, um danach wieder nach Plattenhardt zurückzukehren. Seine fußballerische Jugend verbrachte der gelernte Abwehrspieler hingegen in Degerloch bei den Kickers, für die er auch aktiv spielte und sogar zu einem Einsatz in der 2. Liga kam.

Seinen größten Erfolg feierte der heute 44-Jährige im Jahr 1996 mit dem Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft mit dem SSV Ulm, für den er ein Jahr lang spielte. In der damaligen Elf der Spatzen, die den VfR Mannheim 2:1 besiegte, standen neben Rueff auch der heutige Mainzer Bundesligacoach Thomas Tuchel sowie SSV-Ikone Dragan Trkulja („Skandal“) und Oliver Otto, der seine Karriere bekanntlich vergangenes Jahr beim VfL ausklingen ließ.

Der Trainer-Job in Kirchheim bedeutet für Ralf Rueff eine große He­rausforderung, schließlich ist der VfL der erste Verbandsligist, den er be­treut. Dass der bislang von ihm trainierte TSV Plattenhardt zwei Klassen tiefer spielt und aktuell sogar vom Abstieg bedroht ist, lässt laut VfL-Abteilungsleiter Fabian Preuß, der den Kontakt zum neuen Übungsleiter herstellte, keine Rückschlüsse auf die Eignung des A-Lizenz-Inhabers Rueff zu. „Die Plattenhardter haben viele Langzeitverletzte. Für die sportliche Situation kann er nichts“. Wie stark Rueffs Herz am TSVP hängt, zeigt die Hängepartie um seine Verpflichtung als VfL-Coach in den vergangenen Tagen: Erst nachdem die Plattenhardter einen Nachfolger für ihren scheidenden Zampano gefunden hatten, war er bereit, dem VfL sein Ja-Wort zu geben. Sein offizieller Dienstbeginn wird am kommenden Montag sein, wenn Rueff das erste Training an der Jesinger Allee leitet. Zuvor will er sich am heutigen Samstag ein Bild von den Qualitäten seiner neuen Truppe machen, die um 14.30 Uhr beim FC Normannia Gmünd gastiert.

Für VfL-Abteilungsleiter Fabian Preuß passt Rueff optimal ins Anforderungsprofil der Kirchheimer. „Er ist in der Lage, eine Mannschaft zu führen und den schmalen Grat zu finden, bei wem in welcher Situation Zuckerbrot oder Peitsche angebracht ist.“