Tischtennis-Bundesliga: Frickenhausen erwartet Lokalrivale Plüderhausen
Revanchegelüste beim TTC

Es ist angerichtet: Das Lokalderby in der Tischtennisbundesliga zwischen dem TTC Frickenhausen und dem SV Plüderhausen am kommenden Sonntag (15  Uhr, Sporthalle auf dem Berg) verspricht aus vielerlei Gründen spannend zu werden.

Frickenhausen. Das Selbstbewusstsein beim TTC Frickenhausen vor dem Match gegen Plüderhausen ist groß: Die Ttruppe von Trainer Jian Xin Qiu sorgte am vergangenen Sonntag für eine Riesenüberraschung: Nicht nur, dass sie beim amtierenden Deutschen Meister in gewann, die Höhe und Deutlichkeit des Ergebnisses war die eigentliche Sensation. Mit 3:0 kanzelten Koki Niwa, Yang Wang und Steffen Mengel die Norddeutschen ab, und Koki Niwa besiegte im Duell der beiden bisher besten Spieler der Saison den Taiwanesen Chin Juan Chuang mit 3:2. Damit bleibt der kleine Japaner als einziger Bundesliga-Profi ohne Niederlage (13:0 Siege), während Bremens Nummer eins jetzt eine Bilanz von 12:2 aufweist.

Gegen den SV Plüderhausen wollen die Frickenhausener in erster Linie die 2:3-Hinspielniederlage wettmachen. Der Stachel dieses Resultats steckt noch tief, denn zum Saisonauftakt holte im Remstal nur Koki Niwa zwei Punkte – er bezwang den aus Herne gekommenen Bai Fengtian mit 3:0 und hielt den Französischen Meister Adrien Mattenet mit 3:1 nieder. Dass es nicht zum TTC-Erfolg reichte, lag auch ein bisschen am fehlenden Glück: Yang Wang musste sich Fengtian und Mattenet geschlagen geben, während der Deutsche Meister Steffen Mengel gegen den Engländer Andrew Baggaley das Nachsehen hatte. „Da wäre mehr drin gewesen“, ärgerte sich TTC-Manager Jürgen Veith damals.

In der Folgezeit holte der TTC fünf Siege bei einer Niederlage in Fulda, als der Tabellenführer Mühe hatte, mit 3:2 zu gewinnen. Das glatte 0:3 in Düsseldorf (ohne Koki Niwa) dazwischen war ein klarer Ausrutscher, wie jetzt auch das Match in Bremen wieder gezeigt hat. Der TTC rangiert nach Abschluss der Vorrunde auf einem Play-off-Platz und hat als Dritter 12:6 Punkte. Spitzenreiter ist der TTC Rhön Sprudel Fulda-Maberzell (16:2) vor Rekordmeister Borussia Düsseldorf (14:4).

Der kommende Gegner SV Plüderhausen ist nach dem mit 2:3 verlorenen Kellerduell beim Aufsteiger SV Mühlhausen am vergangenen Sonntag jetzt mit 2:14 Punkten Schlusslicht der Bundesliga. Im bisherigen Saisonverlauf konnte das Team des Wendlingers Matthias Landfried und des Serben Momcilo Bojic den Ausfall des viermaligen Mixed-Europameisters Aleksandar Karakasevic nicht verkraften. Der Serbe, Spitzname „King Kara“, hatte sich am Ende der vergangenen Saison die Achillessehne gerissen. Auch der Zugang des 26-jährigen Französischen Meisters Adrien Mattenet (von Levallois TT) und des Taiwanesen Kim Jung Hoon (Herne) konnte diese Schwächung des SV-Teams nicht kompensieren. „Aber dass Plüderhausen ausgerechnet gegen uns seine beiden einzigen Punkte geholt hat, schmerzt schon besonders, deshalb müssen wir uns am Sonntag rehabilitieren“, fordert Manager Veith.

Das Lokalderby ist zugleich das letzte Bundesligaspiel in diesem Jahr, danach steht der TTC Frickenhausen noch im Viertelfinale des Pokal-Final-8 am Samstag, 28. Dezember in der Stuttgarter Porsche-Arena. Dann geht es gegen den neben Plüderhausen anderen Süd-Rivalen, die TTF Ochsenhausen. Die Oberschwaben unterlagen zuletzt beim TTC Grenzau mit 2:3 und sind in der Tabelle auf den sechsten Platz abgerutscht – und sie haben ihr Heimspiel gegen Frickenhausen verloren, ebenfalls mit 2:3. „Doch jetzt kommt erst einmal Plüderhausen“, warnt TTC-Manager Veith davor, den zweiten vor dem ersten Schritt zu machen.mps