Für die Ringer des TSV Köngen beginnt die neue Bezirksliga-Saison. Am Samstagabend ab 19.30 Uhr steigt in der Sporthalle Fuchsgrube das Duell mit der KG Benningen II/Backnang. Diese verpasste als Meister der Staffel eins den Aufstieg, wurde nun zur neuen Runde in die Staffel zwei umgruppiert.
Vor den Köngener Sportlern liegen insgesamt zwölf Wettkampftage, der Heimauftritt am Nikolaustag gegen den SV Fellbach II bildet den vorläufigen Schlusspunkt – falls sich die Köngener nicht als Meister für die Landesklasse-Aufstiegsrunde qualifizieren. Tillmann Müller hält von diesem Szenario allerdings weit Abstand. „Realistisch gesehen rechnen wir mit einem Mittelfeldplatz“, bleibt der Köngener Abteilungsleiter vorsichtig – obwohl das TSVK-Team in der vergangenen Saison stark performte, Vizemeister wurde. Lediglich gegen den späteren Meister und Aufsteiger SC Korb setzte es eine Niederlage. Im Schlussklassement kamen beide Klubs auf die Bilanz von 18:2-Wertungen, die Korber verzeichneten jedoch eine deutlich bessere Punktdifferenz.
19 Ringer auf dem Zettel
Personell sieht es beim Team aus der Neckartalgemeinde durchaus gut aus. Zweimal pro Woche stehen Übungseinheiten auf dem Zettel, bis zu 25 Ringer tauchen dabei zum Training auf. „19 davon stehen uns für Wettkämpfe zur Verfügung“, betont Tillmann Müller. Die Bezirksliga stellt im Württembergischen die unterste Ringerliga dar, zugeordnet sind die Riegen jeweils nach geografischen Gesichtspunkten in drei Ligen. So duellieren sich die Köngener neben dem SV Fellbach II und der KG Benningen II/Backnang auch mit dem KSV Neckarweihingen III, dem KV Plieningen, der Neckarunion Münster-Remseck II sowie der KG Ebersbach/Schlichten.
Zwei Kirchheimer noch mit dabei
Gerungen wird in zwei Stilarten. Im Freistil gilt der gesamte Körper als Angriffsfläche, im griechisch-römischen Stil nur der Körper oberhalb der Gürtellinie. Ziel ist es, den Gegner mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen. Verwendet werden hierfür Würfe, Schleuder- und Hebelgriffe. Im lokalen Umfeld der Kirchheimer und Nürtinger Gegend behält der TSV Köngen auf jeden Fall das Alleinstellungsmerkmal als einziger im Wettkampfbetrieb mitmischender Klub. Im vergangenen Spätsommer war Klub wieder in den Bezirksligabetrieb eingestiegen – als Solist. Über vier Jahre nach dem Ende der Wettkampfgemeinschaft mit dem VfL sind immerhin noch zwei Kirchheimer Ringer für die Köngener auf der Matte unterwegs: Dominik Braun und Peter Wangen.

