Kirchheim. Robin Walter hat die erste internationale Bewährungsprobe im Olympiajahr mit Bravour bestanden. Der beste deutsche Luftpistolenschütze vom TSV Ötlingen unterstrich beim „H&N-Cup“ in München-Hochbrück seine Form mit dem Gewinn von zweimal Edelmetall. Am Start war ein Teil der Weltelite, rund 500 Gewehr- und Pistolenchützen aus 44 europäischen Nationen plus Australien, Brasilien, Mexiko oder Indien.
In beiden Waffenarten waren an zwei Tagen zwei volle Programme zu absolvieren. Erst zweimal 60 Schuss im Vorkampf. Die besten Acht der 65 Teilnehmer qualifizierten sich fürs Finale. Am ersten Tag war Walter mit 581 von 600 möglichen Ringen Vierter, arbeitete sich jedoch im Endkampf Volltreffer um Volltreffer nach vorn. Als er den Sieg schon fast in der Tasche hatte, unterliefen ihm vier „Neuner“ in Folge. Der Weltranglistenerste Damir Mikec (Serbien) zog vorbei und holte Gold vor Pavel Schejbal (Tschechien) und Walter.
Am zweiten Tag konnte der Weltcupsieger 2023 vom TSV Ötlingen eine Schippe drauflegen. Er gewann die Quali mit 584 Ringen vor dem überraschend starken Philipp Grimm aus Volkach/Unterfranken (583), der im Finale einen vielbeachteten fünften Platz belegte. Walter lieferte sich mit dem Schweizer Jason Solari ein packendes Duell bis zur letzten Patrone, dass der Eidgenosse hauchdünn mit 242,4:242,1, also 0,3 Ringen Vorsprung für sich entschied.
Das Sportgerät von Max Braun aus Neidlingen ist das Kleinkaliber-Gewehr, mit dem er auch Weltmeister im Mixed wurde. In München tauschte er den „Schießprügel“ mit dem Luftgewehr und musste sich nach 60 Schuss mit dem 51. Rang (617,4 Ringe) trösten. Sieger wurde der Kroate Andrija Mikuljan mit 632,3 Ringen. ks
