Allerdings haderte der 26-Jährige dennoch mit seiner Leistung. „Irgendwie hat alles gestört: die Schießbrille, der Gehörschutz, das Licht. Alles war etwas wackelig“, sagte der Olympiasechste von Paris.
Das lag vor allem an seiner ersten von sechs Zehnerserien in der 60-Schuss-Qualifikation für die Mannschaftswertung. Robin Walter startete mit mageren 94 Ringen in den Wettbewerb, steigerte sich aber von Schuss zu Schuss auf jeweils 97 in den letzten drei Durchgängen. Summa summarum machte das immer noch beachtliche 579 Ringe, mit denen er jedoch im Einzel zum ersten Mal bei einem „großen“ Wettbewerb das Achter-Finale verpasste: „Ich hoffe wirklich, dass es das einzige Mal bleibt.“
Zu Mannschafts-Edelmetall hinter den überraschend starken Indern und dem ausgeglichen starken italienischen Top-Trio reichte es für das Dreierteam des Deutschen Schützenbundes aber allemal. Christian Renz glänzte als Fünfter und damit als bester Deutscher mit 584 Ringen, mit 579 belegte Robin Walter Rang 25. Mit 577 Ringen war Paul Fröhlich, Dritter im Bunde, der 34. im Einzel. Bundestrainerin Claudia Verdicchio-Krause wertete die Bronzemedaille als „sehr gute Mannschaftsleistung“ und speziell das Abschneiden von Robin Walter nach über einem halben Jahr selbst verordneter Wettkampfpause als „völlig okay“.
Fakt am Rande: Die Ötlinger Bundesliga-Verstärkung Yusuf Dikec aus der Türkei belegte ringgleich mit Robin Walter (579) den 23. Platz

