Die Oberliga-Basketballer des VfL in Marbach
Schicksalsspiel mit 
vielen Fragezeichen

Beim TV Marbach müssen die Oberliga-Basketballer des VfL Kirchheim am Sonntag (17 Uhr) ran. Die Hochrechnungen ergeben: Selbst beim Tabellen­zweiten sollte ein Sieg her.

Kirchheim. Die Sache ist ganz schön verzwickt: Neun Teams kämpfen in der Basketball-Oberliga gegen den Abstieg. Obwohl die Kirchheimer zuletzt eine Serie von drei Siegen hingelegt haben, bereits von Platz zwölf auf Platz neun geklettert sind und momentan wohl die beste Mannschaft dieser neun Abstiegskandidaten haben, ist noch nichts erreicht. Der rettende achte Platz ist fünf Spieltage vor Schluss immer noch zwei Siege entfernt – gleich vier Kontrahenten haben diesen Vorsprung, einer muss überholt werden, um der Relegation im April zu entgehen. Die Hochrechnungen (siehe auch www.vfl-kirchheim-basketball.de) ergeben, dass höchstwahrscheinlich sogar ein Sieg gegen eines der zwei Spitzenteams notwendig ist – und gegen die tritt der VfL auch noch auswärts an. Ganz abgesehen davon, dass Siege gegen die direkte Konkurrenz sowieso überlebensnotwendige Pflicht sind.

Das erste dieser Schicksalsspiele steigt morgen, also beim TV Marbach. Der Tabellenzweite hat 13 Siege und erst vier Niederlagen auf dem Konto. Wobei zweierlei auffällt: Zu Hause hat der Aufsteiger bisher erst ein einziges Mal verloren. Das war vor drei Wochen gegen den souveränen Spitzenreiter BG Remseck (16:1 Punkte). Die zweite Besonderheit, die das Team von Uli Heyden, dem Vater des Ex-Knights und jetzigen Bundesligaprofis beim MBC, Philipp Heyden, auszeichnet: Sieben Siege mit einem Vorsprung von maximal vier Punkten. Das zeigt: In knappen Spielen ist der TV Marbach extrem cool. Und damit der exakte Gegenentwurf zum VfL, der bereits sechs Mal mit fünf und weniger Punkten Differenz verloren hat, dazu zweimal mit sieben und einmal mit acht.

Doch seit drei Wochen stehen Derrick Stevens und Paul Howard in der Mannschaft des VfL. Da ist es kein Wunder, dass Coach Pasko Tomic auch in dem Spezialgebiet „Crunch-time“ auf Besserung hofft: „Meine Spieler sollten jetzt wissen, wem sie den Ball geben müssen, wenn es am Ende eng wird.“ Beim Heimspiel gegen den TV war das noch anders, da verlor man nach tollem Kampf mit 74:78.

Personell plagen den VfL allerdings weiterhin große Sorgen: Neben den Dauerausfällen Marsel Sibinovic und Simon Zimmermann haben Chris Schraml (Verdacht auf Meniskusanriss) und neuerdings auch Cveti Bozic und Shkelzen Bekteshi körperliche Probleme. Center Bozic, derzeit in den Semesterferien, knickte am Dienstag im Training um, Bekteshi erwischte am vergangenen Montag ein Magen-Darm-Infekt. Der Einsatz von beiden ist, wie auch der von Schraml – bei dem inzwischen über eine Operation nachgedacht wird – unsicher. Keine optimalen Voraussetzungen also für ein Schicksalsspiel.ut

VfL Kirchheim: M. Beck, S. Bekteshi, C. Bozic, Eberle, Engonidis, Howard, Ivanovic, Munz, Reichmuth, Reza, Schraml, Stevens