Fußball-Kreisliga B 6
Schlierbach gegen Jesingen: Das überraschende Spitzenspiel

Der TSV Schlierbach erwartet am Sonntag den TSV Jesingen II auf heimischem Kunstrasen.

Am Sonntag jubelten die Schlierbacher in Ohmden – morgen auf heimischem Geläuf? Foto: Markus Brändli

Einen noch besseren Start in die neue Saison der Fußball-Kreisliga B, Staffel 6 hätten sich der TSV Schlierbach und der TSV Jesingen II gar nicht vorstellen können. Mit sechs Punkten steht der TSVS von Trainer Benedetto Savoca auf dem ersten Tabellenplatz. Allerdings nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber der zweiten Jesinger Mannschaft.

Nun stehen sich beide Teams am Sonntag auf dem Schlierbacher Kunstrasen direkt gegenüber. Der Schlierbacher Trainer erwartet ein Spitzenspiel. „Was wir gerade auf den Platz bringen, ist klasse. Vor allem unsere Neuzugänge bringen richtig frischen Wind rein“, ist Savoca voll des Lobes für seine Mannschaft. Dennoch will der Schlierbacher Übungsleiter den Ball flach halten: „Wir dürfen jetzt nicht überheblich werden und müssen weiter versuchen, hundert Prozent Leistung abzurufen.“ Dies ist auch nötig, um gegen die zweite Jesinger Mannschaft erfolgreich zu sein. Bis auf Samba Kujabi (Leistenprobleme) und Ben Schmid (Bänderverletzung) steht dem TSVS-Trainer der komplette Kader zur Verfügung.

Für den Jesinger Trainer Dirk Augustin ist es der erste Härtetest für seine Mannschaft, um zu sehen, wie weit seine Jungs schon sind. Die ersten beiden Erfolge wollte der TSVJ-Coach nicht zu hoch hängen: „Wir haben gegen vermeintliche schwächere Teams unsere Pflichtaufgaben erfüllt.“ In Schlierbach erwartet Augustin eine Begegnung auf Augenhöhe und fügt hinzu: „Wir haben genug Qualität in unserem Kader, um mithalten zu können.“ Für das Topspiel kann der Jesinger Trainer aus dem Vollen schöpfen.

Turngemeinde angriffslustig

Für Israfil Kilic, Trainer der TG Kirchheim, ist die Partie gegen den SV Nabern ein Spiel um den fünften Tabellenplatz. „Wer den besseren Tag erwischt, wird gewinnen“, vermutet Kilic. Nach der überzeugenden Leistung beim TSV Linsenhofen II ist der
TG-Coach zuversichtlich, gegen einen unmittelbaren Kontrahenten um einen der ersten fünf Plätze erfolgreich zu sein: „Wir wollen der Konkurrenz zeigen, dass wir oben mitspielen können“, so Kilic.

Für den Naberner Spielertrainer Marcel Geismann wird es eine Begegnung auf Augenhöhe, mit leichten Vorteilen für seine Mannschaft. „Wir sind zum ersten Mal fast komplett und deshalb richtig gut aufgestellt“, freut sich der Naberner Trainer, dass ihm endlich wieder mehr Alternativen zur Verfügung stehen. Mit Tony Kuke, Alexander Hölz, Kai Weissinger und Carlo Schrievers sind vier Stammkräfte aus dem Urlaub zurückgekehrt.

SGOH will Wiedergutmachung

Nach der 1:6-Klatsche gegen Schlierbach hat die SGM Ohmden/Holzmaden im Ötlinger Rübholz einiges gut zu machen. „Wir haben das Negativerlebnis gut verarbeitet und werden in Ötlingen mit Sicherheit ein ganz anderes Gesicht zeigen“, betont SGOH-Kapitän Alexander Polzer., der wegen einer Zerrung nicht zur Verfügung steht.

Die beiden Ötlinger Trainer, Gaetano Caruana und Jarryd Schwarz, hatten sich aus den ersten beiden Spielen eindeutig mehr erhofft. Null Zähler stehen auf dem Punktekonto, nun droht die dritte Niederlage in Folge. „Die SGOH ist ein ganz harter Brocken“, ahnt Schwarz. Dennoch wollen die beiden Ötlinger Trainer alles versuchen, ihre Jungs heiß zu machen, um für eine Überraschung sorgen zu können. „Wir sind gut vorbereitet und mit etwas Glück können wir durchaus ein Unentschieden erreichen“, meint Schwarz.

Vor einer wahren Mammutaufgabe steht der TV Neidlingen II im Heimspiel gegen den TSV Weilheim II – alles andere als ein klarer Erfolg der Limburgstädter wäre eine faustdicke Überraschung. „Wir müssen versuchen, die zu erwartende Niederlage in Grenzen zu halten“, hat der Neidlinger Trainer Thomas Tullner keine großen Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Auf jeden Fall muss sich seine Mannschaft anders präsentieren als bei der 1:8-Pleite gegen die SF Dettingen II. „Wenn wir uns nicht deutlich steigern, kann es ein böses Erwachen geben“, so Tullner.

Der Weilheimer Trainer Pasquale Spagnuolo will den kommenden Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Die Höhe des Ergebnisses ist ihm völlig egal: „Wichtig sind nur die drei Punkte.“ Am Ende der Saison zählt bei Punktgleichheit nicht das bessere Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich. Die zwei Wochen Spielpause kamen dem Weilheimer Coach gerade recht: „Wir haben an einigen Dingen im taktischen Bereich gearbeitet.“

Ein gutes Gefühl hat der Oberlenninger Spielertrainer Hamit Geckin, dass seine Jungs am Sonntag gegen den AC Catania Kirchheim II die ersten Punkte holen werden. Aber auch die Gäste gieren nach den ersten Zählern n der Saison. Die Zuversicht kommt daher, dass dem TSVO-Coach nahezu der komplette Kader zur Verfügung steht. „Das Spiel wird zeigen, wo wir stehen“, ist Geckin gespannt auf den Auftritt seiner Mannschaft gegen die Catania-Zweite.