Schlierbach. Überraschung in der Fußball-Bezirksliga der Frauen: Tabellenführer SGM Wendlingen-Ötlingen ist im Derby beim Tabellenvorletzten SGM Schlierbach/Baltmannsweiler nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus gekommen.
Die Rübholzfrauen hatten sich durchaus einen erfolgreicheren Start aus der Winterpause vorgestellt, die Heimmannschaft konnte sich über einen hart umkämpften sowie verdienten Punkt freuen. Die Gäste standen einer kompakten Schlierbacher Hintermannschaft gegenüber, die in der ersten Hälfte nicht viel zuließ. Ann-Kathrin Foisel agierte als umsichtige Chefin im Schlierbacher Zentrum. Die SGM WÖ war von der Zweikampfstärke der Schlierbacher sichtlich beeindruckt und fand schwer ins Spiel. Erst nach einer knappen halben Stunde kamen die Favoritinnen zu ihren ersten größeren Chancen. Gleich dreimal (28., 30., 36.) hatte Anna Hausmann die Möglichkeit, die Gäste vor der Pause in Führung zu bringen. Erst traf sie nach Kopfball die Latte, dann hielt die an diesem Tag sehr gut aufgelegte Lea Theweleit im Tor der Schlierbacher zweimal glänzend. Im zweiten Durchgang spielten die Gäste verstärkt über die Außenpositionen und zwangen das Heimteam weit in die eigene Hälfte. Die zahlreichen, gut herausgespielten Möglichkeiten konnte die SGM WÖ aber nicht in Zählbares ummünzen. Die Ötlinger Offensivabteilung um Alina Witzler blieb an diesem Tag glück- und torlos. Schlierbach dagegen blieb immer wieder mit langen Bällen auf Laura Bentzien gefährlich. Doch die aufmerksame SGM-Hintermannschaft um Isabel Fischer konnte alle Angriffsbemühungen noch vor dem Strafraum unterbinden.
Alles in allem ein verdienter Punkt für die Schlierbach/Baltmannsweiler, die mit solch einer Leistung auch zum Stolperstein für andere Teams werden kann. Nicht umsonst hat der Tabellenvorletzte nach Wendlingen-Ötlingen die zweitbeste Abwehr der Liga – mit null geschossenen Toren, aber auch den harmlosesten Sturm. Die SGM Wendlingen-Ötlingen sieht das überraschnede Ergebnis als Signal, dass diese Saison kein Selbstläufer ist.re
SGM Wendlingen-Ötlingen: Kurutz – Fischer, Stenzel, Schenk (46. Schaible), Vogel – Schad, Haug, Bestenlehner, Eichhorst – Haußmann(70. Retter), Witzler (85. Woelki)
