Mountainbike
Schwarzbauer enttäuscht, Böhm strahlt

Gemischte Gefühle beim WM-Auftakt im Wallis: Der deutsche Meister landet im Shorttrack auf Platz 17. Die Debütantin aus Weilheim verpasst als Zwölfte nur knapp eine Top-Ten-Platzierung.

Luca Schwarzbauer musste sich im WM-Shorttrack als viertbester Deutscher mit Platz 17 begnügen Foto: Canyon CLLCTV

Strahlende Miene bei Kira Böhm, überraschte Gesichter im deutschen Männerlager: Luca Schwarzbauer hat zum Auftakt der Mountainbike-WM im schweizerischen Wallis die eigenen Erwartungen am Dienstagabend nicht erfüllt. Der deutsche Meister aus Weilheim kam im Shorttrack-Rennen, dem ersten Programmteil der Crosscountry-Spezialisten in dieser WM-Woche, nach schwachem Start nicht über Platz 17 hinaus. Bester Deutscher wurde Max Brandl, der als Achter ein bärenstarkes Rennen fuhr, vor den beiden deutschen Überraschungen Julian Schelb (12.) und Leon Kaiser (14.). Den Weltmeistertitel sicherte sich der Franzose Victor Koretzky.

Kaisers Lebensgefährtin Kira Böhm hatte ebenfalls allen Grund, mit sich und ihrer Leistung zufrieden zu sein. Die junge Weilheimerin wurde in ihrem ersten Elitejahr beim WM-Debüt auf Anhieb Zwölfte und damit beste Deutsche. Sie verpasste eine mögliche Top-Ten-Platzierung um ganze drei Sekunden. Ihr Rückstand auf die Schweizer Siegerin Alessandra Keller: 56 Sekunden. Böhm fiel bei der 20-minütigen Hatz über sieben Runden zwischenzeitlich auf Platz 17 zurück, kämpfte sich aber im dicht gedrängten Feld erneut bravourös nach vorne. Als zweitbeste Deutsche kam Lia Schrievers auf Platz 30 ins Ziel.

Vier Tage vor dem entscheidenden Rennwochenende über die olympische Distanz hat das deutsche Team um Bundestrainer Marc Schäfer einen Teilerfolg erzielt. Die Sprint-Platzierungen der BDR-Athleten machen Mut für die Rennen am Samstag und Sonntag, in denen es auch bereits um Kaderplätze mit Blick auf Olympia in drei Jahren in Los Angeles geht.