Stuttgart/Schwäbisch Hall. Personell nahezu komplett startete die erste TTV-Sechs in das Oberliga-Gastspiel beim TSV G. A. Stuttgart. Mit einem Drei-Punkte-Puffer kämpften sich die Dettingerinnen zunächst durch den ersten Satz. Am Ende verspielte der TTV nach einer schwachen Annahmephase entscheidende Punkte und musste sich mit 18:25 geschlagen geben.
Im zweiten Durchgang agierten die Dettingerinnen anfangs erfolgreicher. Außenangreiferin Meike Kehle setzte durch gute Blocks und starke Angriffe Akzente und baute die Sieben-Punkte-Führung aus. Doch auch in diesem Satz fehlte der Mannschaft das letzte Quäntchen Glück, um zu gewinnen. Man verspielte Punkt um Punkt – knapp ging der Satz mit 23:25 verloren. Durchgang drei war hart umkämpft. Wieder führte der TTV mit sechs Punkten, hatte sogar beim 24:23 den ersten Satzball. Doch die Stuttgarterinnen glichen aus. Es war nun eine Art Nervenkrieg, der sich entwickelte – Satz- und Matchbälle wurden mehrfach in spektakulären Aktionen abgewehrt. Am Schluss ging dem TTV die Puste aus. Mit 29:31 verlor das Team von Trainer Wolfgang Babinger nach großem Kampf.
Lange Anreise, kurze Warmmachzeit: Das ist der TTV Dettingen einfach nicht gewöhnt. Es zeigte sich beim vorgezogenen VLW-Zweitrundenpokalspiel bei der TSG Schwäbisch Hall. Erschwerend hinzu kam, dass die Spielerinnen Meike Kehle, Sabine Beck und Lisa Burkhardt fehlten. Unter diesen ungewohnten Bedingungen spielten die TTV-Damen beim unterklassigen Team alles andere als befreit auf und lagen bereits im ersten Satz gegen einen hoch motivierten Gegner 9:20 zurück. Nach einer Aufholjagd ging der Satz 21:25 verloren. Jetzt forderte Babinger eine Leistungssteigerung von seinen Frauen. Das Kopf-an-Kopf-Rennen im zweiten Satz ging schlussendlich – auch dank einiger fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen – zugunsten der Gastgeberinnen mit 25:23 aus.
In Satz drei stellte Babinger seine Mannschaft um und spielte mit einem vergleichsweise unbekannten Spielsystem. Doch dieses zeigte Wirkung. Außenangreiferin Theresa Kober setzte sich im Angriff nun gegen die groß gewachsenen Gastgeberinnen immer wieder durch – beim 25:20 ging der Satz verdient an die Dettingerinnen. Doch im vierten Satz bündelten die Hallerinnen noch mal alle Kräfte und setzten den TTV, der sich viele Fehler leistete, unter Druck. Die Folge war der Satz- (21:25) und Spielverlust (1:3). Damit schied der TTV im Pokal aus – das Positive daran: Der TTV hat ein spielfreies Wochenende zusätzlich.
Viel Zeit für Trauerarbeit nach den zwei Niederlagen bleibt den Dettingerinnen nicht. Bereits am Sonntagnachmittag spielt das Team gegen den Tabellenvorletzten TG Bad Waldsee, den man in einem Vorbereitungsspiel klar bezwang. Es bleibt zu hoffen, dass der TTV zurück zu alter Stärke findet und, angefeuert von den Fans, die nächsten drei Punkte auf seinem Konto verbuchen kann. Spielbeginn ist um 15 Uhr in der Sporthalle Dettingen.kes