Fußball-Verbandsliga: Der VfL Kirchheim erwartet den Tabellenzweiten aus Schwäbisch Hall
Schwere Kost zum Rückrundenstart

Mit einer Woche Verspätung startet der VfL Kirchheim in die Rückrunde der Fußball-Verbandsliga. Nach dem witterungsbedingten Ausfall der Partie in Ehingen erwarten die Blauen morgen um 15 Uhr im Stadion an der Jesinger Allee die Sportfreunde Schwäbisch Hall, die sich als Tabellenzweite Hoffnungen auf den Aufstieg in die Oberliga machen.

Kirchheim. Für den VfL zum Auftakt gleich ein dicker Brocken nach einer ungewöhnlich langen Vorbereitungsphase von siebeneinhalb Wochen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt müssen wir schauen, dass wir das, was wir uns hart erarbeitet haben, auch entsprechend umsetzen“, sagt ein vorsichtig optimistischer Trainer Ralf Rueff.

Gegenüber der Vorrunde hat sich die Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt nur leicht verändert. Drei neue Offensivkräfte sind dazu gekommen, einer von ihnen wird mit Sicherheit morgen am Ball sein: Marius Nigl (22). Ein alter Bekannter, denn er spielte acht Jahre in der VfL-Jugend, bevor er zum SV Ebersbach in die Landesliga wechselte. Nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr kehrte der Mittelfeldspieler nun nach Kirchheim zurück. „Er hat sich sehr gut entwickelt“, zollt ihm der Trainer Lob. Beim 4:0-Sieg gegen Landesligist FC Rottenburg im letzten von sieben Vorbereitungsspielen war er an allen vier Toren beteiligt.

Nah dran an der ersten Elf ist auch Fahti Hamamci (19), ebenfalls ein ehemaliger VfL-Jugendspieler, der vom FC Heiningen den Weg zurück in die Teckstadt fand. Weil er in seinem Job Spätschicht schieben musste, weist er jedoch Trainingsrückstand auf und muss auf seinen Einsatz noch warten. Ein Beispiel für die vielen Unwägbarkeiten im Amateurfußball.

Einfach nur bedauerlich ist der Ausfall von Lennart Zaglauer, der sich bei einem bösen Foul des Rottenburger Torwarts einen dreifachen Bänderriss am Knöchel zuzog. Um ihn tut es Ralf Rueff besonders leid, denn „er hatte sich in den letzten Wochen super gesteigert.“ Teamarzt Dr. Jürgen Flicker entschied sich gegen eine Operation, für die konservative Behandlung des Schadens. Zaglauer wird sechs bis acht Wochen brauchen, bis er wieder mit der Mannschaft trainieren kann. Sein Ausfall ist der einzige Wermutstropfen, den der Trainer zu beklagen hat.

In Abstimmung mit seinem kompetenten Partner Janusz Szuta hat Rueff für die Aufholjagd in der Tabelle das Spielsystem leicht verändert. „Wir wollen nicht mehr so tief stehen wie bisher“, sagt er. „Wir werden uns nicht verstecken, weiter vorne attackieren, ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen.“ Das könnte gegen die konterstarken Haller allerdings auch leicht ins Auge gehen. Für den VfL gilt es vor allem, das Herzstück der Sportfreunde mit Serdal Kocak, Kevin Lehanka und Mert Sepahi, die alle jeweils zehn Scorerpunkte aufweisen, in Schach zu halten. Das Hinspiel auf der Auwiese ging nach ausgeglichener Leistung unglücklich 1:2 verloren.

Vor einer Woche wäre ein Kick auf Schnee im Stadion noch undenkbar gewesen. Doch die gestiegenen Temperaturen haben für annehmbare Verhältnisse gesorgt, sodass auf dem Rasen gespielt werden kann. Rueff: „Wir freuen uns darauf und hoffen, dass viele Zuschauer kommen. Wir brauchen ihre Unterstützung.“