Lokalsport
SF Dettingen setzen Klingler Stuhl vor die Tür

Dettingen. Fußball-A-Ligist SF Dettingen steht ohne Trainer da. Nach der siebten Saisonniederlage vergangenen Sonntag in Bempflingen haben die SFD Oliver Klingler entlassen. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir mussten die Reißleine ziehen“, sagt Abteilungsleiter Christian Renz. „Wir hatten uns einfach mehr erhofft als acht Punkte Rückstand auf den ersten Tabellenplatz.“

Für Oliver Klingler kam die Entlassung völlig überraschend: „Ich gehe absolut nicht freiwillig, auch wenn ich die Entscheidung natürlich akzeptieren muss. Ich bin maßlos enttäuscht“, sagt der 36-Jährige, der die Mannschaft im März vergangenen Jahres übernommen hatte und nach dem Wunsch der Verantwortlichen wieder in die Bezirksliga hätte führen sollen. Dass die sportlichen Ziele nach 16 Spielen auf Platz vier so weit außer Sicht sind, hat für Klingler Gründe: „Ich musste immer wieder auf Leistungsträger verzichten und konnte bei unserem kleinen Kader dann nicht reagieren. Dazu war die Trainingsbeteiligung äußerst schlecht, da manchen Spielern Fußball nicht mehr wichtig war. Mit solch einer Basis lässt es sich einfach nicht erfolgreich arbeiten“, klagt er, dem die Verbitterung deutlich anzumerken ist: „So einen Trainer wie mich wird es in den nächsten zehn Jahren in Dettingen nicht mehr geben. Im Verein fehlt eine klare Linie und die notwendige Kontinuität.“

Die Verantwortlichen der SFD wollen in Sachen Nachfolge nichts überstürzen. „Wir haben während der Winterpause genügend Zeit, die Sache in Ruhe aufzuarbeiten und nach geeigneten Kandidaten Ausschau zu halten“, sagt Christian Renz, der nun die Spieler in die Pflicht nimmt: „Wir können nicht die Mannschaft auswechseln, auch wenn es uns für den Trainer wehtut.“kdl/ath