Lenningen. Dass das letzte Spiel des Jahres ein wichtiges war, merkte man beiden Mannschaften am Samstagabend an. Auch Lenningens Coach Bruno Rieke war von der ersten bis zur letzten Minute hochemotional am Spielfeldrand dabei. Auch deshalb, weil seine Mannschaft die Vorgaben nicht immer umsetzen konnte. Besondere Defizite waren in der Defensive zu erkennen, sonst eigentlich eine Stärke der SG.
Doch die Umstellung auf eine offensive 5:1-Variante eröffnete den Gästen viele Chancen über den Kreis. Dass es am Ende doch zum Sieg für die SG reichte, war einer treffsicheren Lena Austen zu verdanken und der Tatsache, dass Bregenz nur eine Auswechselspielerin zur Verfügung stand. Auch Rieke hatte die Mannschaft kurzfristig noch umbauen müssen. Carolin Luxenhofer und Larissa Dangel fielen aus. Als Aushilfskraft aus der zweiten Mannschaft rückte Nadine Teufel in die Mannschaft.
Die SG lag zwar über den gesamten Spielverlauf in Führung, allerdings wirkten der Aufbau und die Abwehrbewegungen viel zu behäbig. Eine Vielzahl technischer Fehler und vergebener Wurfchancen wie mehrfach von Ramona Ringelspacher auf Rechtsaußen, brachten die Zuschauer beinahe zum Verzweifeln. Positiv hingegen, dass über die Außenpositionen durch Ann-Kathrin Schmid, Pia Schweikert und Miriam Emmenegger diesmal wieder Treffer fielen. Gefährlich war die SG immer dann, wenn konsequent in die Lücken gegangen wurde, wie dies Sabrina Klein beim 13:10 zur Pause gelang.
Dass die SG durchaus ihre Chancen hatte, zeigen die acht Strafwürfe, die sich Blocher und Co. erarbeiten und die Lena Austen alle sicher verwandelte. So auch in der 37. Minute als Emmenegger nach einem schönen Anspiel von Schilling nur durch ein Foul gebremst werden konnte.
Richtig absetzen konnte sich die SG erst gegen Mitte der zweiten Spielhälfte, nachdem Lisa Kullen zwei Strafwürfe entschärft hatte. Zudem schienen bei den Gästen Motivation und Kondition nicht mehr auf höchstem Niveau, so dass die SG ihren Fünf-Tore-Vorsprung am Ende ins Ziel rettete. Den Schlusstreffer zum 27:22 in der letzten Spielminute erzielte Miriam Emmenegger mit einem blitzsauberen Aufsetzer von der Linksaußenposition.
Glücklich, wenn auch nicht wirklich zufrieden, bedankten sich die Spielerinnen bei den Fans. Nun bleibt Zeit, vereinzelte Blessuren in der Mannschaft auszukurieren. Das nächste Spiel findet am 12. Januar in Metzingen statt. „Hauptsache gewonnen, alles andere ist egal“, meinte auch Bruno Rieke, dem die Anspannung noch lange nach Spielende anzumerken war. Bis Januar dürfte der SG-Coach noch einige Punkte auf seiner Liste haben, die es aufzuarbeiten gilt.rs
SG Lenningen: Fiegenbaum, Kullen; Schmid(2), Austen (13/8), Blocher (2), Ringelspacher, Emmenegger (3), Teufel, Klein (3), Schilling, S. Schweikert (2), P. Schweikert (2)
Bregenz Handball: Novotna (4), Lukowicz, Bereiter, S. Grabher (5), Wolff, Deuring (5), P. Grabher (1), C. Grabher (7/1)
