23:30-Niederlage vergrößert Abstiegssorgen
SG-Frauen erwarten
schwere Zeiten

Mit leeren Händen sind die Landesliga-Handballerinnen der SG Lenningen vom wichtigen Auswärtsspiel gegen die HSG Winzingen-Wißgoldingen zurückgekehrt. Mit stark dezimiertem Kader war an diesem Abend nicht mehr drin. Statt Abstand von der Gefahrenzone zu gewinnen, steckt die SG nach der 23:30-Niederlage erneut im Abstiegskampf.

Donzdorf. Die gute Nachricht zuerst: Die SG steht momentan noch auf einem Nichtabstiegsplatz, und hat es selbst in der Hand, diesen auch zu behalten. Dass die Situation nach einer weiteren Niederlage nun kritischer sein würde, war allen Beteiligten nach Spielende klar. Dementsprechend niedergeschlagen wirkte die Mannschaft nach dem Abpfiff. Wie schon so oft in dieser Runde mussten die Lenninger mit einer Notbesetzung antreten. Pia Schweikert steckt in Prüfungsvorbereitungen, Rückraumspielerin Lena Austen musste krankheitsbedingt pausieren und Larissa Dangel war nicht vollständig fit.

Gegen Mitte der ersten Hälfte versuchte SG-Trainer Bruno Rieke gegenzusteuern, nachdem sich die HSG langsam absetzte. Vor allem mit der Leistung seines Rückraums war Rieke unzufrieden an diesem Tag. Zu wenig zwingende Aktionen, zu schnelle und unkonzentrierte Abschlüsse eröffneten dem Gegner immer wieder Kontermöglichkeiten. Larissa Blocher und Saskia Schweikert griffen daher zu Plan B und versuchten über direkte Zweikämpfe zum Torerfolg zu kommen. Oft konnten sie nur durch Fouls gestoppt werden, was sich auch in der Strafwurfquote zeigte: Zehn Strafwürfe für die SG, hingegen nur vier Strafwürfe in der gesamten Spielzeit für Winzingen.

Bis zum 13:9-Halbzeitstand für die Gastgeber war die SG noch in Schlagweite. Nach der Pause dann die entscheidende Phase: Mehrere Treffer in Folge von Sina Kottmann, die Ihre Lücken im halblinken Rückraum konsequent nutzte, ließen die Gastgeber auf 20:12 davonziehen. Die SG musste in der Folgezeit ihrer kraftraubenden Spielweise bis dahin Tribut zollen und konnte den Abstand nicht mehr merklich verringern. Weder der geforderte Druck aus dem Rückraum noch Erfolg versprechende Einzelaktionen über die Außenpositionen sorgten für Entlastung.

Mit zunehmender Spielzeit schlichen sich dann auch in der Abwehr mehr und mehr Fehler ein. Die bis dahin gut postierten Torhüterinnen Jana Fiegenbaum und Lisa Kullen waren meist chancenlos. Trotz der sich abzeichnenden Niederlage bewies die SG Moral und Kampfgeist beim Zurücklaufen nach vergebenen Aktionen.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat heute gekämpft, und wir haben den weiteren Verlauf noch selbst in der Hand“, meinte Coach Brino Rieke hinterher. Am kommenden Samstag ist der Tabellenvierte, die SG Kuchen-Gingen, in Lenningen zu Gast. Viel von einem möglichen Erfolg der Gastgeber wird abhängen, ob man endlich wieder einmal mit vollständigem Kader wird antreten können. rs

SG Lenningen: Fiegenbaum, Kullen; Schmid, Blocher (2), Ringelspacher (2), Emmenegger (3), Dangel, Klein (1), Schilling, Luxenhofer (1/1), S. Schweikert (13/7)

HSG Winzingen-Wißgoldingen: Brunner, Geiger (1/1), Waldenmaier (5), Irtenkauf (2), Maier (5/2), Kottmann (7), Leonie Gunzenhauser, Hummel, Kaißer, Holzapfel (2/1), Brühl (3), Pauluskiewiez, Lena Gunzenhauser (2), Schildhausl (3)