Lenningen. Zu ihrer dritten entscheidenden Partie in Sachen Klassenerhalt reisen die Landesligahandballerinnen der SG Lenningen am Sonntagnachmittag nach Neu-Ulm zum bisher punktlosen Tabellenschlusslicht TSF Ludwigsfeld. Vier Spiele vor Saisonende haben die Lenningerinnen noch drei Punkte Rückstand auf den rettenden neunten Tabellenplatz.
Schaut man sich die Spielberichte der TSF an, entdeckt man die eine oder andere Parallele zur SG. Der Württembergliga-Absteiger der vergangenen Saison wollte heuer eigentlich im Mittelfeld mitspielen. Doch durch viele Verletzungen wurde der Kader – ähnlich wie bei der SG – frühzeitig ausgedünnt. Auch bei den TSF mussten Spielerinnen aus der A-Jugend eingebaut werden, um überhaupt personelle Alternativen zu schaffen. Ein besonderes Augenmerk muss die SG auf Patricia Tritarelli legen. Sie wird aus dem Rückraum immer wieder gut eingesetzt und ist die spielbestimmende Akteurin der TSF.
Die SG kann nach den zuletzt gezeigten Leistungen allerdings zuversichtlich in die Begegnung gehen. Vor allem in der Defensive wusste das Team von Trainer Attinger beim letzten Spiel gegen Donzdorf-Geislingen zu gefallen. Beweglich und aktiv wurde die Abwehr verschoben, Räume konsequent zugestellt und die jeweils vorgezogene SG-Spielerin vereitelte konsequent einen strukturierten Spielaufbau der Gäste. Derart kompakt eingestellt fiel der erste Treffer für die Gäste aus Donzdorf-Geislingen dann auch erst nach 15 Minuten.
Mit diesem Defensivbollwerk will die SG auch am Sonntagnachmittag in Ulm antreten, um im Angriff erst gar nicht unter Zugzwang zu kommen. Positiv war in den vergangenen Spielen auch die geringe Anzahl an technischen Fehlern bei der SG. Und zuletzt wurden im Angriff auch einige Eins-gegen-Eins-Aktionen erfolgreich umgesetzt. Fazit: Hellwach, konzentriert und motiviert sollte die SG am Sonntag als Sieger aus der wichtigen Partie, die um 14.30 Uhr in der Sporthalle Realschule Muthenhölzle in Neu-Ulm Ludwigsfeld stattfindet, hervorgehen.rs
SG Lenningen: Kullen, Schmierer – Kazmaier, Götz, Ringelspacher, Luxenhofer, Dangel, Klein, Schilling, Mück, Schweikert
