Desolate Leistung reicht zu einem 26:24-Sieg
SG-Handballer bringen Wöller zum Toben

Es war die erwartet schwere und unbequeme Bezirksliga-Partie in Lenningen. Trotz einer erschreckend schwachen Leistung der SG-Handballer reichte es gegen die Gäste aus Hegensberg-Liebersbronn zu einem knappen 26:24-Sieg. Am Ende blieb nur eines: das Spiel schnell abhaken.

Lenningen. Einiges abverlangt wurde den Zuschauern an diesem Samstagabend. Eine total indisponierte Lenninger Mannschaft krampfte 60 Minuten auf dem Spielfeld ohne jegliche Struktur und ohne Kampfgeist. Trainer Klaus Wöller, normalerweise ein Ruhepol, war auch lange nach Spielende noch außer sich. „So ein Scheißspiel habe ich von dieser Mannschaft noch nicht gesehen“, donnerte der Coach. Dem wollte niemand widersprechen.

Symptomatisch der Beginn der Partie, die Ricky Austen mit einem Fehlwurf eröffnete. Die SG von Beginn an nervös, überhastet, mit vielen technischen Fehlern und ungenauen und drucklosen Abschlüssen. Gut, dass Heiko Lamparter in den Anfangsminuten einen Strafwurf und einige klare Chancen der Gäste vereitelte. Auch eine frühe Auszeit änderte wenig am Gemütszustand der Gastgeber, die nach dem 6:5 für den Gegner, den Ball schon beim Anspiel vertändelten. Gelungene Spielaktionen gab es nur selten zu sehen. Wenn, dann meist über Kreisläufer Robin Renz.

Auch in der zweiten Hälfte das gleiche Bild: Weiterhin viele technische Fehler der SG und überhastete Würfe. Die Gäste dagegen versuchten es mit weit vor der SG-Abwehr angelegten langen Angriffen und kamen dabei immer wieder über den Rückraum oder den Kreis zum Erfolg. Auf der Gegenseite reagierte Lenningen auf eine enge Deckung gegen Rechtsaußen Timo Haid völlig planlos. Auch die Abwehr wurde zusehends nachlässiger.

Nach Treffern von Chris Rieke und Max Bächle bekam Lenningen wieder etwas Luft und ging kurz danach mit vier Toren in Führung. Doch Gästespieler Arne Helms sorgte mit seinen harten Rückraumwürfen noch mal für Spannung und brachte die Esslinger auf 21:22 heran. Das Spiel war nun ein offener Schlagabtausch in den letzten Minuten. Eine Auszeit von Hegensberg-Liebersbronn 60 Sekunden vor Spielende brachte keine neuen Impulse mehr. Ricky Austen setzte wenige Sekunden vor Schluss mit dem Treffer zum 26:24 den Schlusspunkt hinter eine mehr als dürftige Lenninger Mannschaftsleistung, die hinterher noch für viel Gesprächsstoff in der Halle führte.rs

SG Lenningen: Carrle, Lamparter; Wald (2/1), Rieke (4), Renz (2), O. Ringelspacher (3), Austen (7/3), K. Ringelspacher (1), Haid (1), M. Bächle (6), Waldörfer, Schmid

SG Hegensberg-Liebersbronn: Klumpp, Kappel (1), Kächele (2), Fingerle (2), Sluka, Wellmann (2), Bayer (4), Lechner (3), Helms (6), Schmid, Zeh (1), Lederle (2), Klumpp(1), Clauß