Kreisliga A: Spitzenreiter gastiert bei Verfolger SF Dettingen – TSV Jesingen als lachender Dritter?
SGEH-Coach weist Favoritenrolle zurück

Gipfeltreffen in der Kreisliga A2: Der noch ungeschlagene Spitzenreiter SGEH gastiert am Sonntag beim Tabellenzweiten SF Dettingen. Um der Spannung Willen drückt die Konkurrenz den Dettingern fest die Daumen – bis auf den TSV Jesingen, der bei eigenem Sieg und ­Dettinger Punktverlust auf Rang zwei ­vorrücken würde.

Dettingen. Vor dem Topduell warten beide Teams mit beeindruckenden Bilanzen auf. Während die SFD seit dem 1:5 in Raidwangen vor zwei Monaten nicht mehr verloren und aus den vergangenen sechs Partien 16 Punkte geholt haben, steht die SGEH nach zehn Spielen ohne Punktverlust einsam an der Spitze.

SGEH-Coach Pedro Pereira bedauert den Ausfall seines Co-Trainers und Torjägers Georgios Karatailidis, hofft aber auf den Einsatz von Chris Müller, um dies zu kompensieren. Die Favoritenrolle schiebt er dem Gegner aus Dettingen zu. „Die sind Bezirksliga-Absteiger, wir haben keinen Druck.“ Saisonziel auf der Alb sei lediglich Platz drei bis fünf, in die Bezirksliga soll‘s erst mittelfristig gehen. „Bisher ist die Lockerheit unsere Stärke, und das soll auch so bleiben“, so Pereira, der beim letzten Auswärtsspiel in Großbettlingen (2:0) beobachtete, wie seine Spieler nach der Pause Tempo rausgenommen haben. „In Dettingen ist aber allen bewusst, dass sie 90 Minuten Vollgas geben müssen, vielleicht ist das noch einfacher für die Motivation als gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner“, so Pereira.

Bei Verfolger SF Dettingen, mit sieben Punkten hinter der SGEH auf Platz zwei, hat sich die Personalnot derweil etwas entspannt. Es fehlen „nur noch“ die Langzeitverletzten Scroppo, Hummel, Freiberger und Renz. An der Zielsetzung von Trainer Oliver Klingler ändert dies freilich nichts. „Wir wollen Platz zwei unbedingt sichern. Alles was darüber hi­naus geht, wäre schon ein Traum.“ Die Partie am Sonntag sieht er einigermaßen offen. Klingler: „Entscheidend wird sein, wer die wenigsten Fehler macht und die Konzentration bis zum Schluss hoch hält“.

Sollten die Dettinger gegen den Spitzenreiter Federn lassen, könnte der TSV Jesingen davon profitieren. Bei einem Sieg gegen den TSV Weilheim II wären die Jesinger, mit 22  Punkten momentan Dritter, neuer Tabellenzweiter. „Da sich Dettingen und die SGEH gegenseitig die Punkte abnehmen, sollten wir unbedingt gewinnen, um den einen zu überflügeln oder zumindest dranzubleiben“, sagt TSVJ-Trainer Marc Augustin. Sein Weilheimer Kollege Jürgen Fritsch befindet sich mit seinem Team nach zwei Niederlagen in Folge aktuell auf einer Durststrecke. „Zuletzt in Bempflingen und gegen Unterlenningen haben wir nicht alles abgerufen“, erklärt Fritsch, dem sieben Stammkräfte derzeit nicht zur Verfügung stehen, „vielleicht tut es jetzt gut, dass wir mal als Außenseiter nach Jesingen fahren.“

Der TG Kirchheim winkt bei einem Sieg beim VfB Neuffen und einer Jesinger Niederlage gegen Weilheim der Sprung auf Platz drei. Sollten zudem die SF Dettingen verlieren, wären die TG-Kicker um Trainer Goran Popovic bis auf einen Zähler an Relegationsplatz zwei herangerückt.

Nach der Trainerentlassung von Marc Mayer scheint der TV Unterlenningen mittlerweile in der Kreisliga A angekommen zu sein. Das 3:1 in Weilheim vergangenen Sonntag bedeutete den ersten Saisonsieg, nun kommt Mitaufsteiger TSV Holzmaden vom Brühl auf den Bühl. Der TV Bempflingen will gegen den TSV Beuren den Dreier, um wie Mitaufsteiger TSV Altdorf (gegen TSV Grafenberg) in der oberen Tabellenhälfte zu verweilen.