Lokalsport
Sieben Tapfere begeistern ihren Coach

Stuttgart. Das 74:90 der Kirchheimer Oberliga-Basketballer bei Rot-Weiß Stuttgart war erwartet. Dass die nach vielen Ausfällen dezimierte Mannschaft aber so lange mithalten konnte, begeisterte sogar den Coach. Marsel Sibinovic und Jan Reichmuth im Urlaub, Chara Kiriakidis mit Nürtingen im Einsatz – und als der stark erkältete Chris Schraml zur Abfahrt erschien, schickte ihn Tomic gleich wieder nach Hause: „Wahrscheinlich hätte er auf der Bank noch alle angesteckt.“

Es blieben sieben Aufrechte, die beim Tabellenfünften antraten und allen Grund gehabt hätten, die Köpfe hängen zu lassen. Aber in den vergangenen Monaten hat sich bei dieser Truppe eine „Jetzt-erst-recht-Haltung“ entwickelt. Tomic selbst versuchte etwas, das er in seiner Trainerkarriere noch nie gemacht hatte: Er ließ 40 Minuten lang Zonenverteidigung spielen. Was dabei herauskam? Nichts weniger als eine in der Wahrnehmung des Coaches „phänomenale Leistung“ oder „drei Viertel lang der beste Basketball, den dieses Team in den vergangenen drei Jahren gespielt hat“. Nach diesen drei Vierteln stand es 60:61, vor allem die beiden Center Cveti Bozic und Dominik Eberle sowie Michael Schlipf hatten die Punkte erzielt. Doch das vierte Viertel begann mit einem 10:0-Lauf der Gastgeber, denen zu viel Raum gegeben wurde. Davon erholten sich die Kirch­heimer nicht mehr. Tomic focht das nicht besonders an: „Wir haben gegen eine junge, wilde, athletische Mannschaft sehr lange toll mitgehalten. Es ist eine große Freude, diese Mannschaft zu coachen.“ ut

VfL: M. Beck, C. Bozic (25), Eberle (22), Gritschke (9/1), Reza (3), Schlipf (15/3), M. Wanzke