Kirchheims Basketballern gelingt beim 94:73 in Freiburg der Befreiungsschlag
Smallwood macht Kleinholz

Nach vier Spielen ohne Sieg haben die Kirchheimer Basketballer ihre Durststrecke mit einem 94:73-Erfolg beim USC Freiburg beendet und schöpfen damit neuen Mut für den Endspurt in der Pro A. Die Knights lagen dabei die meiste Zeit über in Führung, entscheidend absetzen konnte sich die Mannschaft von Trainer Frenkie Ignjatovic jedoch erst im Schlussviertel.

Timo Probst

Freiburg. Dabei waren die Vorzeichen für das baden-württembergische Duell alles andere als gut für das Knights-Team: der Vertrag von Centerspieler Ryan DeMichael war zu Beginn der Woche aufgelöst worden (wir berichteten), Topscorer Ced­ric Brooks konnte aufgrund von Rückenproblemen kaum trainieren und auch Nils Menck klagte über Schmerzen.

Nach nur zwei Siegen aus den letzten zehn Spielen reisten die Kirchheimer nicht gerade mit breiter Brust in den Schwarzwald, gleich zu Beginn der Partie machten die Gäste jedoch klar, dass mit ihnen an diesem Tag zu rechnen war. Marcus Smallwood erzielte die ersten acht Kirchheimer Punkte und zeigte sich damit für eine frühe 8:6-Führung verantwortlich. Der US-Center schien mit noch mehr Energie geladen zu sein als sonst und machte im gleichen Tempo weiter, um mit insgesamt 14 Zählern im ers­ten Viertel für einen 25:24-Zwischenstand nach den ersten zehn Minuten zu sorgen.

Auch im zweiten Viertel war Smallwood nicht zu stoppen. Der Modell­athlet war eine Macht unter den Körben, schnappte sich einen Rebound nach dem anderen und führte seine Mannschaft mit elf Punkten in Serie zwischenzeitlich zu einer Sechs-Punkte-Führung, ehe die Ritter mit einem knappen 47:45-Vorsprung in die Kabine verschwanden.

Nachdem die Smallwood-Show in der ersten Halbzeit etwas über die Schwächen aus der Distanz hinweggetäuscht hatte, gelang Cedric Brooks zu Beginn des dritten Viertels der ers­te Kirchheimer Treffer von der Dreierlinie im gesamten Spielverlauf. Da es jedoch bei diesem einen Erfolgserlebnis bleiben sollte und Smallwood sich mittlerweile immer engerer Bewachung durch die USC-Defensive gegenübersah, konnte sich Freiburg zwischenzeitlich auf 61:56 davonstehlen. Lischka, Tomasevic und Brooks ließen die Breisgauer allerdings nicht weiter enteilen und antworteten mit sechs Punkten in Serie, ehe nach einem unsportlichen Foul von Paul Gause ein 12:0-Lauf zum 68:63 vor dem Schlussabschnitt komplettiert wurde.

Anfang der letzten zehn Minuten wurde die Führung weiter ausgebaut und war beim 73:63 erstmals zweistellig. Die Ritter holten nun zum Todesstoß aus und setzten ihrer Negativserie durch einen weiteren 11:2-Zwischenspurt endgültig ein Ende. Beim Stand von 84:67, vier Minuten vor dem Ende, war die Partie bereits entschieden, und um ihrer großen Freude Ausdruck zu verleihen, skandierten die mitgereisten Fans in den Schlussminuten „Der VfL ist wieder da“, ehe Nachwuchsspieler Shkelzen Bekteshi sich den Ball schnappte und mit seinen Punkten für den 94:73-Endstand sorgte.

Zwar blieben die Knights von der Dreierlinie mit nur einem Treffer bei achtzehn Versuchen regelrecht unterirdisch und wurden zu allem Überfluss noch durch die Verletzung von Tim Koch (Verdacht auf Bänderriss) personell weiter dezimiert. Die bärenstarke Leistung eines befreit aufspielenden Marcus Smallwood sowie eine geschlossene Mannschaftsleis­tung in der zweiten Halbzeit lassen die Knights unter dem Strich jedoch neuen Mut für das Ligafinale in der Pro A tanken. Nun soll in den verbleibenden drei Spielen noch einmal alles getan werden, um die Saison mit möglichst vielen Erfolgserlebnissen wie denen in Freiburg zu beenden. Nächster Gegner ist der USC Heidelberg am kommenden Samstag (19.30 Uhr) in der Sporthalle Stadtmitte.