Fußball
So läuft der Teckbotenpokal in Dettingen

Rund 14 Wochen vor dem ersten Anpfiff sind die SFD „voll im Soll“ in Sachen Vorbereitungen. Nächster Fixtermin ist die Auslosung der Vorrundengruppen am 12. Juni. 

Alles auf einen Blick: Beim Teckbotenpokal in Dettingen dürften keine Fragen offenbleiben. Grafik: SF Dettingen
Alles auf einen Blick: Beim Teckbotenpokal in Dettingen dürften keine Fragen offenbleiben. Grafik: SF Dettingen

Nach neun Jahren Abstinenz kehrt der Teckbotenpokal im Sommer in die Schlossberggemeinde zurück. Die 62. Auflage des Vorbereitungsturniers bei den Sportfreunden Dettingen verspricht vom 25. Juli bis 2. August Fußball und Festzeltstimmung vom Feinsten. Der Startschuss fällt allerdings schon deutlich früher: Die Auslosung der Vorrundengruppen ist für Freitag, 12. Juni, um 18 Uhr im Silchersaal der Schlossberghalle geplant. Nach Trainer-Legende Felix Magath vor zwei Jahren in Jesingen und Ex-VfB-Profi Kai Oswald vergangenes Jahr in Notzingen, sind die Dettinger ebenfalls an prominenter Unterstützung dran – ob es klappt und wer es wird, will Turnier-Chef und Fußballabteilungsleiter Christian Renz noch nicht verraten.

Dafür steht allerdings fest, dass vor Ort die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen. „Wir sind mehr als im Soll“, sagt Renz. Entsprechend positiv sei die Stimmung im Organisationsteam, das sich aus acht Arbeitsgruppen zusammensetzt und regelmäßig am Schlachtplan für die mutmaßlich größten logistischen Herausforderungen bastelt, die die jeweiligen Ausrichtervereine in der Region jährlich zu wuppen haben. „Ich bin happy, wenn das Turnier vorbei ist“, scherzt der für augenzwinkernde Statements bekannte Renz.

Wieder mit Legendenturnier

Neben dem klassischen Wettbewerb setzen die Dettinger auch 2026 wieder auf bewährte Publikumsmagnete. So ist erneut ein Legendenturnier mit sechs Ü32-Mannschaften geplant. Die Gruppenspiele sollen neben sechs „normalen“ Vorrundenspielen am Auftaktsamstag stattfinden, das Finale steigt traditionell am Schlusstag, eingebettet zwischen Spiel um Platz drei, das im Elfmeterschießen entschieden wird, und dem großen Endspiel.

Auch abseits des Rasens wird einiges geboten, im Festzelt wartet ein abwechslungsreiches Abendprogramm: Von Partybands wie „Hochwild“ (25. Juli) und „Die Grafenberger“ (31. Juli) über verschiedene DJs bis hin zu Spezialabenden wie der „Ladies Night“ oder der „Players Night“ ist für jeden Geschmack etwas dabei. Der Sonntag startet zudem traditionell mit einem Frühschoppen samt Blasmusik.

Das Turniergelände selbst wird großzügig angelegt: Rund um die beiden Plätze finden sich mehrere Parkmöglichkeiten, ein Warmmachplatz, Foodtrucks, Bierwagen und das große Festzelt. Auch Angebote für Familien wie eine Hüpfburg sind vorgesehen, dazu Infrastruktur wie Sanitätsstation und Fahrradparkplätze.

Achtelfinale wird ausgelost

Am sportlichen Ablauf ändern die SFD nichts: In sechs Vierergruppen werden von Samstag bis Freitag die 16 Teilnehmer des Achtelfinales gesucht, das abends vor Ort im Festzelt ausgelost werden soll. Kraft ihrer Ligenzugehörigkeit gelten die Bezirksligisten VfL Kirchheim, TSV Weilheim und – auch im Falle eines Abstiegs – TSV Jesingen ebenso als Favoriten wie die ambitionierten A-Ligisten AC Catania Kirchheim, TSV Notzingen und Ausrichterklub SFD – sofern die Doppelbelastung aus Kicken und Schichtdienst die Mannschaft nicht überlastet.

Erstmals seit dem Turnier 2023 wieder dabei: Der TV Hochdorf, vor drei Jahren in Holzmaden immerhin bis ins Achtelfinale gekommen und einer der wenigen Vereine von außerhalb des Verbreitungsgebiets des Teckboten, die schon mal ein Turnierendspiel erreicht haben: 1996, bei der ersten einwöchigen Auflage in Neidlingen, kämpfte sich der TVH ins Finale, verlor dort allerdings mit 1:2 gegen den TSV Jesingen.

Ein „auswärtiger“ Verein war übrigens auch Sieger der bis dato letzten Turnierauflage in Dettingen: 2017 gewann der TSV Deizisau als Bezirksligist gegen den damals klassenhöheren TSV Weilheim mit 6:5 nach Elfmeterschießen. Platz drei sicherten sich die gastgebenden SFD per 3:1 über den VfL Kirchheim – es war das vorerst letzte Mal, dass das „kleine Finale“ ausgespielt wurde, seit 2018 lassen die Turnierausrichter die Halbfinalverlierer im Elfmeterschießen gegeneinander antreten.

SGM Lenninger Tal als Turniernovize

Das Teilnehmerfeld umfasst wie seit Jahren üblich 24 Mannschaften. Turnierdebütant ist die SGM Lenninger Tal, die unlängst aus TSV Owen, TV Unter- und TSV Oberlenningen gebildete Spielgemeinschaft.

Dazu kommen folgende Mannschaften: VfL Kirchheim, TSV Weilheim I, TSV Weilheim II, TSV Jesingen I, TSV Jesingen II, TSV Notzingen I, TSV Notzingen II, AC Catania Kirchheim I, AC Catania Kirchheim II, SF Dettingen I, SF Dettingen II, TV Neidlingen I, TV Neidlingen II, SV Nabern I, SV Nabern II, TG Kirchheim, TSV Hochdorf, TSV Schlierbach I, TSV Schlierbach II, Ötlingen I, Ötlingen II, SGM Ohmden / Holzmaden I, SGM Ohmden / Holzmaden II.

Titelverteidiger ist der VfL Kirchheim, der im Vorjahr in Notzingen die SF Dettingen mit 4:1 besiegte.

Die Ausrichter der kommenden Jahre stehen bereits fest: TSV Weilheim (2027), TV Neidlingen (2028), TSV Jesingen (2029), VfL Kirchheim (2030), TSV Ohmden (2031), AC Catania Kirchheim (2032).