Kreisliga A: Schlusslicht Unterlenningen erwartet aufstrebende Jesinger – SGEH braucht Pflichtsieg
„So teuer wie möglich verkaufen“

Allerheiligen könnte in der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2, ganz nach dem Geschmack von Spitzenreiter SGEH verlaufen, denn die beiden schärfsten Verfolger SF Dettingen und TG Kirchheim sind spielfrei – die Chance für die Älbler-Truppe, ihren Vorsprung auf sieben beziehungsweise acht Punkte auszubauen. Voraussetzung dazu ist der (Pflicht-)Sieg beim Tabellendrittletzten TSGV Großbettlingen.

Erkenbrechtsweiler. Der neunte Sieg im neunten Spiel – genau diesen peilen die Spieler von SGEH-­Coach Pedro Pereira morgen in Großbettlingen an. Bis auf den langzeitverletzten Michael Panknin hat der Übungsleiter alle Mann an Bord. Was seinen Optimismus schürt: „Natürlich wollen wir unsere Siegesserie fortsetzen.“

Durch die Pause der Dettinger und der Turngemeinde geraten die Jesin­ger unverhofft in die angenehme Situation, mit einem Sieg beim Vorletzten TV Unterlenningen auf Platz zwei vorstoßen zu können. Nach vier Siegen aus fünf Spielen will TSVJ-Coach Marc Augustin mit seinen Jungs den Dreier unbedingt, warnt aber zugleich vor Schlendrian. „Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen.“ Weiter: „Dass die drei erstplatzierten Mannschaften alle noch gegeneinander spielen, eröffnet uns Chancen. Allerdings ist der Aufstieg für uns weiterhin noch kein Thema.“ Bei Gegner TV Unterlenningen ist die Stimmung nach Trainerwechsel und den Turbulenzen der vergangenen Wochen inzwischen merklich gestiegen, und der zweite Saisonpunkt beim starken Mitaufsteiger TV Bempflingen tat ein Übriges. Das Trainerduo Timo und Erhard Reinhofer soll den Karren jetzt aus dem Dreck ziehen, wobei keiner in Unterlenningen den Klassenerhalt zur Pflicht macht. Erhard Reinhofer meinte zuletzt einen Aufwärtstrend im TVU-Spiel gesehen zu haben. „Es wird sehr schwer gegen Jesingen. Aber wir haben uns peu à peu gesteigert und werden uns so teuer wie möglich verkaufen.“ Timo Reinhofer fordert mehr: „Letztlich zählen nur die Punkte. Gegen Raidwangen haben wir einen, in Altdorf alle drei Punkte verschenkt.“ Reinhofer junior will den Favoritensturz.

Auch Weilheims Landesligareserve kann tabellarisch Boden gutmachen – Voraussetzung ist ein Sieg beim heimstarken Aufsteiger TV Bempflingen. TSVW II-Coach Jürgen Fritsch freut sich sogar auf das gefürchtete Waldeck. „Neues Spiel, neues Glück. Wir wollen unseren Aufwind nutzen“, hofft er auf einen Dreier. Beim letztsaisonalen B 5-Meister TSV Holzmaden herrscht trotz der jüngsten 1:6-Pleite in Dettingen keineswegs Katerstimmung – was Dennis Brauns Kommentar vor der Fahrt nach Raidwangen verdeutlicht. „Jetzt haben wir die großen Kaliber weg, nun kommen die Tabellennachbarn und somit Gegner auf Augenhöhe. Da müssen wir punkten, um zur Winterpause im gesicherten Mittelfeld zu stehen“, so der Spieler. Heimvorteil genießen sowohl der TSV Altdorf (gegen den TSV Beuren) als auch der VfB Neuffen (Derby gegen Grafenberg) – beide gelten als leicht favorisiert.