Kirchheim/Owen. Mit einem Lächeln nahm Owens Abteilungsleiter Dietmar Kerner den 34:30 (17:16)- Heimerfolg über den ebenfalls vom Abstieg bedrohten TSV Bartenbach zur Kenntnis. Anlass zu Jubelstürmen gab es dennoch nicht. Die Gäste präsentierten sich vor allem in der zweiten Halbzeit in einem völlig desolaten Zustand und waren an diesem Tag ein dankbarer Kontrahent. Ohne zu glänzen zog Owen bis zur 50. Minute auf 30:20 davon, verpasste es jedoch danach, das Spiel eindeutiger für sich zu entscheiden. Am Ende gelang den Gästen noch Ergebniskosmetik bis zum 30:34 Endstand.
In der Sporthalle Grauhalde in Schorndorf erwartet die Tecksieben heute Abend vermutlich ein stärkerer Gegner. Im Hinspiel zeigten die Remstäler dem TSV deutlich seine Grenzen auf. Will man die Minimalchance wahren, dann zählt nur ein Sieg. Bei einer Niederlage wäre auch rechnerisch der Klassenerhalt nicht mehr möglich. Auf Owener Seite fehlen werden in Schorndorf Rechtsaußen Felix Kupferschmid und wohl auch Kreisläufer Manuel Bauer, der sich kurz vor Spielende gegen Bartenbach am Knöchel verletzte. Bauer zählte mit neun Treffern zu den besten Owenern am Donnerstag und wäre ein schwerer Verlust. Achten müssen die Gelben in Schorndorf vor allem auf den brandgefährlichen Rückraum, der schon im Hinspiel das Spiel entschied.
Nach zuletzt drei Siegen in Folge wäre ein vierter Erfolg für den VfL Kirchheim am Sonntag eine echte Überraschung. Auch wenn die Mannschaft in der Bettwiesenhalle in Unterensingen morgen auf einen satten Gegner trifft. Tabellenführer SKV hat schon am vergangenen Wochenende, vier Spieltage vor Schluss, frühzeitig die Meisterschaft und den Aufstieg klar gemacht. Die Frage wird also sein, wie ernst der Spitzenreiter sein Restprogramm noch nimmt.
Beim VfL will man die vorhandene Chance auf jeden Fall nutzen, zumal die Kirchheimer den damals noch ungeschlagenen Ligaprimus schon im Hinspiel am Rande einer Niederlage hatten und die Sensation beim 21:22 nur hauchdünn verpassten. Ziel ist es, das Spiel solange wie möglich offen zu halten. „Dann schauen wir mal, was zum Ende hin geht“, zeigt sich Trainer Ralf Wagner durchaus optimistisch, den SKV ärgern zu können. Ein Punktgewinn würde seiner Mannschaft wohl endgültig den Klassenerhalt bescheren.
Fest steht: Der VfL muss nicht gewinnen. Wenn ein Sieg auch ein schöner Erfolg und eine Riesenüberraschung wäre. Das Hauptaugenmerk liegt auf den letzten drei Saisonspielen. Mit Bartenbach, Nürtingen und Schorndorf trifft der VfL auf drei direkte Verfolger, die in der Tabelle noch vorbeiziehen könnten. Verzichten muss Wagner in Unterensingen voraussichtlich nur auf die beiden Langzeitverletzten Marcel Metzger und Matthias Mikolaj. Ansonsten sind alle Spieler an Bord.jb/rh
VfL Kirchheim: VfL: Oßwald, Pisch – S. Smetak, Latzel, Keller, Richter, Rudolph, Real, F. Smetak, Lehmann, Mikolaj, Späth, Schwarzbauer, Habermeier
TSV Owen: Langlinderer, Waldenmayer, Raichle – Jauss, Thum, Martin, Bauer, Schmid, Mosca, Büchele, Bäuchle, Kerner, Dotschkal
